"Wie will man Friedtjoff im Bett stöhnen?"

Maus und Hase - Tina Häussermann und Fabian Schläper gastieren am Samstag in der Koppenmühle in Obersontheim. Ihr Programm "Zu Zweit - Spieltrieb" sorgt für ein volles Haus. Die Fan-Gemeinde ist entzückt.

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Bei Tina Häussermann und Fabian Schläper sitzen die Gags: Wortwitz, ergänzt um Musikalität, das würdigt das Publikum mit viel Applaus. Foto: Rainer Richter

Das Chanson-Kabarett kommt an. Die Musikalität des Duos Tina Häussermann und Fabian Schläper, der Sprachwitz und das mimische Talent begeistern schnell das Publikum. Die Themen des Auftritts sind dem Alltag entlehnt. Mit eleganter Leichtigkeit wechseln sie zwischen Schrillem und Melancholischem, Ernstem und Skurrilem. Sie nehmen sich und ihre Mitmenschen auf die Schippe, registrieren feinfühlig gesellschaftliche Strömungen, gepaart mit einer gehörigen Portion Selbstironie.

Der rasante Einstieg, tiefgründige Wortspiele über doppelt und halb, vom Doppelagenten im Doppelbett, führen direkt vom Witz zur harten Realität. Es gibt nichts, was es nicht auch zur Hälfte gibt, doppelte Arbeit für halben Lohn. Die neuen Vornamen, kürzlich erst in der Presse veröffentlicht, geben Anlass zu amüsanter Reflektion. "Die Freundin erklärt voll Euphorie, mein Fratz heißt Iduna - und ist ne sie. Es gibt so viele und so wunderschöne Namen", hört man vom Duo, "Sabine und Elke und wenns sein muss Helene. Warum denn Iduna, ist die völlig bluna?"

Selbst der Neffe, der Donato heißt, findet keine Billigung. Man fragt sich endlich mitleidvoll, wie man Friedtjoff im Bett stöhnen soll. Die berühmte Story aller Jogger wird frei nach Goethe neu geschrieben: "Ich jogge im Walde so für mich hin, kein Fett anzusetzen, das war mein Sinn. Da seh ich im Schatten nen Bullterrier stehn, sein Frauchen war nirgend zu sehn. Da werf ich mich auf ihn, wild und gemein, und als er sich wehrt, biss ich ihm ins Bein". Als Frauchen herbeistürzt, rief ich ihr zu: "Keine Angst, ich will ja nur spielen."

Aber das Leben ist nicht nur lustig. Das Chanson-Duo ist angetreten, die Fragen der Menschheit zu thematisieren. Alle Fragen lassen sich nicht klären, wie die des Reisenden, der sich immer in die Frauen auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig verliebt. Er sieht nur die, die in andere Zonen reisen. Vielleicht will er nicht dort hin, wohin er will?

Nach drei Zugaben und dem Chanson von Wladimir rast das Publikum. Die Kinder sind in der Schule, hört man, der Mann im Büro. Jetzt wird der rote Tanga herausgeholt, für Wladimir, den Versandgott vom Hermes Paketversand.

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