"Warum fliegst du nicht?"

Banker ohne Krawatten, eine resolute Schwäbin und 180 gut gelaunte Menschen: Das Mitgliederforum der VR-Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim in Geifertshofen ist keine trockene Veranstaltung.

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Das Publikum ist vor Elsbeth Gscheidle nicht sicher: Hier ist ein Mitglied des Gesangvereins Eintracht Geifertshofen mittendrin statt nur dabei. Foto: Hartmut Ruffer

Krawatten trägt am Donnerstagabend im Geifertshofener Schützenhaus so gut wie niemand. "Als ich das erste Mal hier war, sagten mir die Menschen: Hier können sie ganz normal angezogen herkommen", erinnert sich Eberhard Spies. Und so sitzt der Vorstandsvorsitzende der VR-Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim im Polo-Shirt an seinem Tisch.

Das lässige Outfit passt zum Abend. Zwar will die Genossenschaftsbank ihre Mitglieder natürlich auch über die Geschäftszahlen des abgelaufenen Jahres (das HT berichtete am 22. Februar) und die Zukunft der Bank informieren, doch es geht auch um einen unterhaltsamen Abend.

Das Zahlenwerk präsentiert Regionalmarktleiter Thomas Frey und zeigt sich damit sehr zufrieden. Den allgemeinen Rück- und Ausblick übernimmt Spies selbst. Das Schlimmste der Euro-Krise sei überstanden, so Spies, "Zypern kriegen wir auch hin". Die Zinsen blieben niedrig, "das ist von der Politik so gewollt". Der Bank gehe es gut, "wir machen nur das, was wir können".

Aber Spies Vortrag ist bei weitem nicht immer ernst, teilweise erinnert er an eine Büttenrede. So beginnt Spies seine Rede mit einem launigen "Heute hat der Papst das letzte Mal gewunken!" Das Publikum schmunzelt, ist es doch eh gut gelaunt.

Das liegt an Birgit Pfeiffer, die als Elsbeth Gscheidle mehrere Auftritte hat und das Schützenhaus ordentlich aufmischt. Niemand ist davor sicher, in ihr Programm eingebunden zu werden. So erwischt es ein Mitglied des Geifertshofener Gesangvereins Eintracht, der ebenfalls an diesem Abend einen Kurzauftritt hat. Der Sänger "darf" bei einem Zaubertrick mitmachen. In der Waagrechten liegend soll er dank Gscheidles magischer Hände schweben. Das gelingt natürlich trotz größter Mühen Gscheidles nicht und gipfelt in der Frage: "Warum fliegst du nicht, Franz?"

Nicht nur die Gesangskollegen biegen sich vor Lachen. Selbst Pfeiffer muss auf der Bühne aufpassen, nicht die Contenance zu verlieren.

Das Publikum ist nach dem gut zweieinhalbstündigen Programm begeistert. "Toll" sei es gewesen und es sei schön, "die Gscheidle mal live zu erleben". Die so Gelobte nutzt die Gelegenheit des Schlusswortes: "Ihr wart das beste Publikum, das ich heute Abend gehabt habe", ruft sie.

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