"Riewer, niewer, nuff. . ." - Heimatfest Obersteinach

600 Obersteinacher haben am Wochenende mit 1500 Besuchern ein rauschendes Heimatfest gefeiert. Einer der Höhepunkte: der Heimatabend am Samstag im Bierzelt hinter dem Dorf.

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  • Die Landfrauen demonstrieren mit Bierkrügen, dass das Motto "Riewer, niewer, nuff. . ." in Obersteinach seine Berechtigung hat. Fotos: Ute Schäfer 1/2
    Die Landfrauen demonstrieren mit Bierkrügen, dass das Motto "Riewer, niewer, nuff. . ." in Obersteinach seine Berechtigung hat. Fotos: Ute Schäfer
  • Die jungen Mitglieder aller Obersteinacher Chöre füllen bei ihrem gemeinsamen Auftritt die Bühne des Bierzeltes fast komplett aus. 2/2
    Die jungen Mitglieder aller Obersteinacher Chöre füllen bei ihrem gemeinsamen Auftritt die Bühne des Bierzeltes fast komplett aus.
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Ein Dorf feiert sich selbst - und es wird gefeiert. Das war die heimliche Devise des Heimatabends in Obersteinach, zu dem rund 1500 Besucher gekommen waren, darunter auch die Bürgermeister aus Ilshofen und der österreichischen Partnergemeinde Kleinsölk, Roland Wurmthaler und Karl Brandner sowie der CDU-Landtagsabgeordnete Helmut W. Rüeck.

Alle zehn Jahre feiert Obersteinach das Heimatfest. Und bei dieser fünften Ausgabe des Festes brachten die Obersteinacher ein Programm auf die Bühne, das sich sehen lassen konnte. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es überhaupt nur höchstens 600 Dorfbewohner gibt - Babys mitgezählt.

Erstaunlich, wie viele Kinder auf der Bühne standen, als alle Obersteinacher Chöre gemeinsam auftraten. Begeistert haben auch die jungen Mädchen. Die hatten kurzentschlossen erklärt, den Heimatabend mit einem eigenen Tanz aufzupeppen, erklärten die Moderatoren Monika Fischer und Heinz Kastenholz mit unverhohlener Bewunderung.

Mit viel Schwung kamen die jungen Mädels auf die Bühne gehüpft und führten einen flotten Tanz auf, den sie per Zuschauervotum als Zugabe gleich noch einmal tanzen mussten. Mindestens 15 Mädels machten mit, "aber mehr gibt es auch nicht", erklärten Eingeweihte lachend und mit berechtigtem Stolz. Dennoch eine stolze Anzahl. "Wir sind halt in allen Bereichen aktiv", witzelten die Obersteinacher augenzwinkernd.

Insider-Witze galt es auch bei den Landfrauen zu verstehen, die mit Büttelversen viel Stimmung machten und den Wahlspruch des Dorfes mit Bierkrügen vorführten. Und der lautet: "Riewer, niewer, nuff. . ."

Doch was veranlasst Menschen dazu, sich in ihrer Heimat zu engagieren? Diese Frage stellte sich Ortsvorsteher Manfred Betz in seiner Festrede auf Hohenlohisch. "Dahaam isch do, wo Gaggelich und Ebira kaane Fremdwörter siin. Wo ma sei ko, wia mr isch. Heimat isch, wo mr waas, do g"hert mr no." Und in diesem Sinne sei ein Heimatabend auch heutzutage durchaus noch zeitgemäß. Das fanden auch die Besucher, die bis spät in die Nacht feierten. Denn der Obersteinacher Wahlspruch geht noch weiter, nämlich so: ". . .Schdoanich is guat druff."

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