"Queenmania" bringen ein Stück Wembley in die Schrozberger Mehrzweckhalle

"Forever Queen" hieß es am Samstagabend in Schrozberg: Aus der Hommage der Cover-Truppe "Queenmania" an die legendäre Band und ihren Leadsänger Freddy Mercury wurde ein umjubeltes Live-Erlebnis.

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Cover-Sänger Sonny Ensabella sieht seinem Idol Freddy Mercury verblüffend ähnlich. Foto: Julia Vogelmann

Von einem kleinen Wembley zu sprechen, wäre natürlich maßlos übertrieben. Manche Ereignisse stehen in ihrer Grandiosität erhaben über jeder Imitation. Trotzdem hat die Coverband "Queenmania" mit viel Liebe zum Detail und professionellen Musikern den Schrozberger Queen-Fans einen Abend mit vielen Erinnerungen und Höhepunkten beschert.

Frontman Sonny Ensabella überraschte mit seiner äußerlichen Ähnlichkeit zu seinem Idol Freddy Mercury ein ums andere Mal, auch wenn er mit falschen Zähnen schummeln musste, um den berühmtesten Überbiss der Musikgeschichte zu imitieren. Doch das Gebiss hielt, und der Gesang von Ensabella war anständig. Bei den ganz leisen Tönen und in den Höhen bleibt das Original freilich unerreicht.

Wettmachten diese minimale Schwäche jedoch die beiden Männer an der Gitarre. Die flinken Finger von Tizian Giampieri an der E-Gitarre und die stoische Ruhe, mit der Fabrizio Palermo seinem Bass den tonangebenden Herzschlag entlockte, sorgten immer wieder für Begeisterung. Kein Wunder also, dass das Publikum von Anfang an begeistert bei der Sache war, seine Textsicherheit unter Beweis stellte, sang, klatschte, jubelte.

Dass der Abend eine Verneigung sein sollte vor den Giganten von Queen wurde deutlich an Stellen, an denen die Musik sogar für eine so hochprofessionelle Coverband nicht mehr zu imitieren ist. Anstatt diese Parts mehr schlecht als recht hinter sich zu bringen, überließen die Musiker in diesen Momenten dem Original die Bühne. So lief ein Teil von "Bohemian Rapsody" vom Band, und die Zuschauer waren dankbar, dass der Song nichts von seiner Einzigartigkeit einbüßen musste.

Für ein echtes Live-Konzert-Gefühl sorgte derweil der Mann in der "Schießbude", Andrea Ge. Die für die 80er-Jahre typische Gleichschaltung der gigantischen Lichtorgel mit den Drums ließ Stimmung aufkommen und das Schlagzeugsolo bescherte ein angenehmes Wummern im Bauch.

Nach mehr als zwei Stunden Programm, in dem außer "Friends will be friends" wohl alle bekannten Songs von Queen auftauchten, waren die Fans mehr als zufrieden. Alfred Schuster aus Crailsheim etwa: "Ich habe die DVD vom Konzert in Wembley zu Hause. Immer wenn Frau und Kind weg sind, läuft das bei mir volle Pulle. Die Show ist echt spitze hier. Es ist nicht Freddy Mercury, aber es ist wunderbar, um sich hineinzuversetzen!" Schuster war es auch, der am Ende des Konzertes den Drumstick von Andrea Ge auffing und sich sofort nach dem Konzert anstellte, um ihn signieren zu lassen.

Angesteckt von der Begeisterung der Zuschauer war am Ende sogar die Band selbst. "You are the best audience in Europe", stellte der Drummer lachend fest, während Ensabella sein iPad zückte, um die tobenden Massen für die Facebookseite der Band zu filmen.

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