"Lasst uns eine Arche bauen"

Viele kennen die Geschichte der Arche Noah aus Kindertagen. Was es mit diesem Menschheitsmythos, der rätselhaften Arche, auf sich hat, das behandelte die Kirche im Abendlicht in Sulzbach.

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"Lasst uns eine Arche bauen", dieser Aufruf und wie jeder seinen kleinen Beitrag dazu leisten kann, um das Leben auf dem ganzen Erdboden zu erhalten, stand als ermutigender Impuls im Mittelpunkt der jüngsten "Kirche im Abendlicht" in Sulzbach. Nach dem offenen Singen mit Martin Knödler am E-Piano wurden die Besucher mit einem "Willkommen an Bord" vom Abendlicht-Team begrüßt. Mit einem heiteren Quiz testeten Gudrun Bauer und Ursula Kengeter das Wissen über die Arche Noah. Etwa: Wie viele Menschen und welche Tiere waren auf der Arche? Wie hießen die Söhne Noahs? Manch einer war erstaunt, wie viel er über die bekannte Geschichte noch wusste. In der Lesung gab es die Noah-Geschichte nach dem Buch Genesis.

Musikalisch umrahmt wurde das Ganze mit Gesang des Liederkranzes Sulzbach unter der Leitung von Tobias Nübel (gesonderter Bericht folgt). Auf einer Großleinwand spielte Pfarrer Matthias Walch einige Sequenzen aus dem Kinofilm "Evan Allmächtig" ein. In dieser Komödie aus dem Jahr 2007 mimt der Schauspieler Steve Carell den Kongressabgeordneten Evan Baxter, der seinen Wählern verspricht, die Welt zu verändern und Gott in einem Gebet um seine Hilfe bittet. Kurze Zeit später erscheint ihm Gott persönlich (gespielt von Morgan Freeman) und weist ihn an, eine Arche zu bauen, weil an einem bestimmten Tag die Sintflut kommen soll. Alle halten Evan für verrückt, doch er baut die Arche und rettet viele seiner Mitbewohner vor einer Flut, ausgelöst durch einen gebrochenen Staudamm - und letztlich durch Raubbau an der Natur.

Die ökologische Botschaft wurde in einem Rollenspiel von Ute Nast und Reinhard Steuer verdeutlicht. In der Arche-Noah-Geschichte verändert sich Gott, beginnt die Menschen zu lieben und setzt den Regenbogen an den Himmel als Zeichen seiner Treue. Mit bunten Tüchern stellte die Gruppe für liturgischen Tanz diesen Regenbogen dar. Dazu erklang das Gemeindelied "Es gibt bedingungslose Liebe" von Albert Frey.

Welche Möglichkeiten es in heutiger Zeit gibt, das Leben auf der Erde zu bewahren, bekamen die Gottesdienstbesucher anhand verschiedener Beispiele aufgezeigt: Überall würden tausend kleine oder größere Archen gebaut. Überall auf dem Planeten geschehe ein Umsturz, eine Revolution ohne Waffen und Gewalt. Genannt wurde die Vision des Jungen aus Bayern, dass Kinder in jedem Land eine Million Bäume pflanzen könnten. Aus dieser Idee entwickelte sich die weltweit viel beachtete und bekannte globale Bewegung - "Plants for the Planet".

Einige weitere Beispiele, wie im Kleinen etwas zu bewegen ist, wurden an diesem Abend genannt. Etwa die Entwicklung des 1300-Seelen-Dorfes Barmen, in dem das öffentliche Leben in allen Bereichen zum Erliegen kam, aber dank der Hartnäckigkeit seiner Bürger dennoch eine Zukunft bekam . . .

Als Gastgeschenke verteilte das "Kirche im Abendlicht"-Team gefüllte Säckchen mit Samen für Bienenfutterpflanzen. Damit soll als Erinnerung an diesen Gottesdienst eine kleine Arche für die Bienen gebaut werden.

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