„Hohenloher Milchbauern“ geben sich selbstbewusst

Beim Umsatz legt die Schrozberger Molkerei 2016 um zwei Prozent auf 46,8 Millionen Euro zu.

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Geschäftsführer Friedemann Vogt während seines Geschäftsberichts in der Schrozberger Stadthalle.  Foto: 

Mit einem Jahresumsatz von 46,8 Millionen Euro (Vorjahr 44,9 – plus 2 Prozent) ist die Molkereigenossenschaft einer der wesentlichen Wirtschaftsträger in Schrozberg. Das ist Mitgliedern, Mitarbeitern, Gremien und Geschäftsführung durchaus bewusst. Entsprechend selbstbewusst stellen sie sich als Gesamtheit dar – die „Hohenloher Milchbauern“ sind nicht nur personell eine Marke für sich, die sich trägt.

Nicht nur regional stark

Und das nicht allein in der Heimat, wie Geschäftsführer Friedemann Vogt in seinem Geschäftsbericht verdeutlichte: „Zwar sind wir regional stark aufgestellt und deshalb können wir auch nicht mit allen Produkten überall hin, aber mit der Verkaufsschiene über den Naturkosthandel sind wir mittlerweile bundesweit bekannt.“ Und, wichtiger Vorteil: „Der Kunde ist markentreu.“

Nicht zuletzt hat dafür auch eine clevere Vermarktungsstrategie gesorgt. „Ich denke, wir haben politisch alles richtig gemacht“, sagte Vogt. Das Unternehmen werde weiter auf Premiumprodukte setzen, denn damit sei man gut gefahren. Der Verbraucher sei offenbar bereit, für gute Qualität auch etwas höhere Preise zu zahlen. „Ein Einstieg auf Niedrigpreisniveau ist nichts für uns“, bestätigte der Geschäftsführer den eingeschlagenen Weg.

Mit einer „hervorragend mitziehenden Mannschaft“ mit aktuell 69 Mitarbeitern („unser Kompetenzteam“) sehe man Produktvielfalt als Herausforderung der Zukunft, vor allem im Demeter-Segment. Hier seien weitere Steigerungsraten möglich, wenn es denn genug Rohstoff gäbe. Der Absatz von Demetermilch hat 2016 beispielsweise um 7,2 Prozent zugelegt. Doch auch im konventionellen Bereich sehe man „positive Signale“, so Vogt.

Joghurt legt 6,8 Prozent zu

Jahr für Jahr neue, attraktive Produkte, das haben sich die Schroz- berger auf die Fahnen geschrieben. Das sorgt für „frische“ Umsätze und beste Perspektiven. So legte die Molkerei mit neuen Angeboten 2016 bei Joghurt um 6,8 Prozent zu, während die Branche rund 2,5 Prozent Minus buchte. Weil es auch in der Produktion sowie mit Maschinen, Tanks und Lagern stimmt, steht der Molkerei eine rosige Zukunft ins Haus. Der Jahresüberschuss macht es deutlich: Von 873.000 Euro gehen 769.000 Euro in die Rücklagen. Der Rest von 104.312 Euro ist der Bilanzgewinn.

Personalien Keine Hauptversammlung ohne Wahlen! Verabschiedet wurden am Mittwoch Vorstandsmitglied Werner Schweighöfer aus Stöckach und Aufsichtsratsmitglied Karl Markquardt aus Wildentierbach. Für die beiden rückten Heinz Weiskopf (Dagenbach) in den Vorstand und Bernd Ortner (Fröschendorf) in den Aufsichtsrat nach. Turnusmäßig bestätigt wurden Vorstands-Chef Reinhold Markert sowie die Aufsichtsräte Martin Dörr, Belinda Schwarz-Wittigschlager und Gerhard Lay. els

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