"Helden am Herd" im Radio

Mit den GEZ-Gebühren werden neben den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auch die freien Radios im Land finanziert. Der "StHörfunk" gehört dazu. Zum Programmwechsel gibt es dort viel Neues.

|

Für das neue Jahr hat sich Radio StHörfunk viel vorgenommen. Neue Leute, neue Sendungen und jede Menge Schwung. Zuständig dafür sind mit anderen Kim Thuy Vy Vo und Miro Ruff. Beide absolvieren derzeit ein Praktikum bei dem freien Sender, der in Schwäbisch Hall und in Crailsheim Studios hat. "Wir haben zum ersten Mal Werbung gemacht, um mehr Leute zum Mitmachen zu bringen", sagt Miro Ruff. Mit Erfolg: Eine ganze Reihe von neuen Sendungen gibt es seit dem neuen Jahr. Dabei ist jetzt zum Beispiel Hans Graef, der Betreiber der Waldenburger Kulturkneipe "Gleis 1". Er spielt Musik, nimmt in seiner Plauderstunde "Graefs Sammelsurium" (freitags um 16 Uhr) aber auch "Fragen zu Zeit, Kunst, Kultur und Politik" auf. Kim Thuy Vy Vo wird das Thema Varieté ins Radio bringen mit entsprechender Musik und viel buntem Talk (dienstags um 16 Uhr).

Neu ist auch der Austausch von Sendungen mit anderen freien Radios. Aus Halle etwa kommt die Kochshow "Helden am Herd" (erster Montag im Monat um 12 Uhr). Die Protagonisten kochen in Echtzeit vor den Mikrofonen. Die Kochshow läuft natürlich mittags, berichtet Miro Ruff, "da kann man dann live mitkochen".

Viel ist zwar neu, Altbewährtes aber wird behalten. "Radieu Tristesse" etwa (mittwochs um 22 Uhr), die Sendung des Crailsheimer Kulturvereins "Adieu Tristesse" oder die wöchentliche Nachrichtensendung "Fokus Südwest" (sonntags um 16 Uhr), die in Kooperation mit Radio Dreyecksland (Freiburg) und Querfunk (Karlsruhe) produziert wird. "Wir machen nach wie vor Projekte mit Schulen, einer unserer Mitglieder ist dafür speziell ausgebildet", sagt Ruff, "die Schüler dürfen dann im "StHörfleck" (montags um 16 Uhr) senden.

Das StHörfunk-Motto lautet also: Jeder darf und jeder kann. Das Land unterstützt die freien Radios. Für fest angestellte Mitarbeiter reicht es aber nicht, bedauert Ruff. Getragen wird der Sender deshalb ausschließlich von ehrenamtlichen Radiomachern und einem Verein. Miro Ruff hofft aber auf das neue Landesmediengesetz. "Die grün-rote Regierung will die freien Radios besser ausstatten. Schauen wir mal, wie viel wir bekommen."

Im Sommer wird Radio StHörfunk 18, also erwachsen. Das wird ein Wochenende lang mit Konzerten und Partys gefeiert. Miro Ruff: "Da wollen wir uns mal so richtig was gönnen."

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo