"Gesetzeswerk bevormundet und gängelt"

Die heimischen Landtagsabgeordneten blicken kritisch auf den überarbeiteten Entwurf zum neuen Landesjagdgesetz. Die Veränderungen reichten nicht aus. Die Zeichen stehen deshalb auf Ablehnung.

|

"Wenn das Motiv für das neue Jagdrecht die neue Bedeutung des Tierschutzes im Grundgesetz ist, dann ist es schlicht nicht nachvollziehbar, wieso ein wilderndes Haustier im Wald nicht mehr geschossen werden darf, sondern der Jäger dem Leid des Wildes zusehen muss", nennt Nikolaos Sakellariou (SPD) einen Grund, warum er das neue Landesjagdrecht für schlecht hält und in der Fraktion dagegen gestimmt habe. "Das von der Landesregierung postulierte Ziel, die Jäger in der Hege und Pflege zu stärken und Jagdschutz und Naturschutz zu versöhnen, ist mit dieser Gesetzesvorlage gescheitert", macht Helmut W. Rüeck deutlich (CDU). Das Gesetz sei so für die CDU-Landtagsfraktion nicht zustimmungsfähig, sagt auch Arnulf von Eyb (CDU), da insbesondere Eigentumsrechte nach wie vor massiv beschnittten und das eigenverantwortliche Handeln der Jäger stark eingeschränkt werden. "Das für die Praxis nicht taugliche Gesetzeswerk bevormundet und gängelt. Wir halten diese Eingriffe nach Artikel 14 des Grundgesetzes für verfassungswidrig", sagt Friedrich Bullinger (FDP). Der überarbeitete Entwurf enthalte "Verschlimmbesserungen". Eine absurde Annahme sei, dass man meine, die Wildschweinjagd mit 200 Meter Abstand vom Waldaußenrand praktizieren zu können. Bullinger fragt: "Was für Theoretiker waren da am Werk?"

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Großbaustelle in Crailsheim

Kamptmann baut ein neues Produktions- und Verwaltungsgebäude im Gewerbegebiet Hardt. 5,5 Millionen Euro soll der Neubau kosten, im April 2018 soll er einsatzbereit sein. weiter lesen