"Für" ist kein "Gegen"

Ein kleines Wörtchen kann den Unterschied machen: Im Jahresrückblick 2013 wurde aus einem "Für" ein "Gegen" - und kehrte den Sinn ins Gegenteil.

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Richtig ist also, dass der Umwelt- und Technikausschuss des Kreistags im Februar 2013 mit deutlicher Mehrheit für die Sanierung des schienengleichen Bahnübergangs in Schrozberg gestimmt hat. Damit wurde in dieser Sitzung zugleich der Antrag der Grünen-Kreistagsfraktion abgelehnt, die Maßnahme aus dem Generalverkehrsplan des Landes zu streichen.

Die Haller Kreisverwaltung dagegen erachtete das Vorhaben, das Planer und Politiker seit rund vier Jahrzehnten beschäftigt, weiterhin als "notwendig und dringlich". Schrozbergs Bürgermeister Klemens Izsak unterstützt das Ansinnen des Landkreises, weiß aber, dass die Wege bis zur Umsetzung der Pläne durchaus noch mühsam und steinig werden könnten.

"Das Verfahren ist derzeit in der Anhörungsphase, und irgendwann verabschiedet die Landesregierung tatsächlich die Liste der Vorhaben", klärt er jetzt im Gespräch mit dem HT auf. Ob dann der doppelte Schrozberger Bahnübergang - einer an der 1022 westlich vom LBV-Lagerhaus, der andere an der L 1001 in der Stadtmitte - weiter in der Prioritätenliste auftaucht, sei auch für ihn nach wie vor ungewiss: "Ich bin Realist und weiß, was wann möglich sein könnte." Die nächsten zwei bis drei Jahre sei voraussichtlich keine Lösung des Problems absehbar, meint Klemens Izsak.

Billig würde das Projekt auf keinen Fall. Von 8,7 Millionen Euro ist die Rede, die sich Bund, Land und Bahn teilen müssten. Allein auf das Land kämen Kosten von 2,9 Millionen Euro zu, so die Schätzungen. Was das Verfahren so exklusiv macht, ist die Absicht der Planer, den beschrankten Bahnübergang an der L 1022 durch eine Brücke zu ersetzen und den in der Stadtmitte in Richtung Niederstetten zu untertunneln - ob lediglich für Personenwagen und/oder nur für Fußgänger, ist dahingestellt. Lastkraftwagen dürften dann hier voraussichtlich nicht mehr durchkommen und müssten über die neue Brücke umgeleitet werden. In den 90er-Jahren waren verschiedenste Lösungen durchgespielt worden. Die Grünen um Sprecher Hans-Joachim Feuchter wollten das Projekt verschieben auf den Sankt-Nimmerleinstag, scheiterten aber im Kreistag.

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