"Energiewende in Hohenlohe"

Carl-A. Fechner hat eine Vision: Der Dokumentarfilmer möchte mit seinen Produktionen Lösungen für eine energieautarke Welt unter die Menschen bringen. Am Samstag hat er die "Halei 2012" besucht.

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Im besten Sinne auf einer Wellenlänge mit dem bekannten TV-Moderator und Journalisten Dr. Franz Alt bewegt sich der Filmemacher Carl-A. Fechner. Beide kämpfen für die energetische Unabhängigkeit und damit "für eine bessere Welt". Franz Alt wirbt - auch am Wochenende bei der 27. Bau- und Energiemesse in Ilshofen - für eine vernetzte alternative Energieversorgung, in der Solarthermie, Fotovoltaik, Windkraft, Biomasseverstromung und Geothermie die Menschheit unabhängig machen von fossilen Brennstoffen und vom Atom.

Fechner macht in seinen Filmen deutlich, wie schwierig das ist, aber auch, welche enormen Möglichkeiten sich hier bieten. Seit mehr als 20 Jahren geht Fechner "hin zu den Menschen", wie er sagt, und macht Filme, die wachrütteln. "Mir geht es nicht darum, Protest zu schüren und allen zu zeigen, was kaputtgeht. Mir ist wichtig, Lösungen anzubieten."

Die, so meint er, findet er zum Beispiel in Hohenlohe. Angeregt vom umtriebigen Alternativ-Energie-Vorkämpfer Edwin Kraus aus Rot am See, spielt sein nächstes Doku-Film-Projekt ausgerechnet hier bei uns.

"Die Kraft kommt aus der Region - weltweit", ist Fechners Credo. Faszinierende Lösungen, unabhängig von den Energie-Multis, pfiffig, sinnvoll und ökologisch, würden überall auf dem Globus umgesetzt. "Das geschieht fast überall auf dem Lande, nicht in den Metropolen - von daher ist Hohenlohe prädestiniert für diese Dokumentation", so Fechner.

Was sich hier getan habe, sei aller Ehren wert, wie allein schon die "Halei" belege. Beste Beispiele seien die mobile Pelletiermaschine und die uralte, aber jetzt hochgradig verfeinerte Methode des Holzgasvergasers. "Wer sich mit dem Zustand der Erde beschäftigt", meint Fechner, kommt zwangsläufig auf ökologische Lösungen. Die hängen immer an der Energiefrage. Und mit Blick auf unsere endlichen Ressourcen kann es demnach nur um erneuerbare Energie gehen."

Einig ist sich Fechner dabei mit Franz Alt. Der 73-jährige Publizist geht heute so weit, bei den Energiekonzernen von "Besatzungsmächten" zu sprechen, die in Erdölförderregionen vor Kriegen nicht zurückschrecken. Seine Lösung: Die Kraft der Sonne - immer und weltweit.

Info "Energiewende in Hohenlohe" ist der Arbeitstitel des neuen Fechner-Films. In spätestens zwei Jahren soll er in die Kinos kommen.

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Kommentare

12.04.2012 16:21 Uhr

Man braucht bald 'nen Eimer...

Bei so viel gutmenschentümlichem Sendungs- und "Wir retten mal wieder die Welt"-Bewusstsein sowie quasi-religiöser ideologischer Scharfmacherei und Kreation von Feindbildern wird einem nur noch übel...
Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen, meint nicht nur Alt-Kanzler Schmidt!

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