„Eat to go“ statt Biss in die Stulle

Mit alten bäuerlichen Berichten feiert Lendsiedels Dorfgemeinschaft auch heuer ihr Erntedankfest.

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Walter Gleichmann mahnte beim Erntedankfest den Verlust der Esskultur an.  Foto: 

Nach dem vom Posaunenchor und dem Kindergarten mitgestalteten Familiengottesdienst mit Pfarrerin Sophie Abendschein führte Walter Gleichmann ins aktuelle Motto des Erntedankfests ein: „Immer noch gut – Alte bäuerliche Gerichte“.

Der Festredner registrierte einen gravierenden Wandel der Esskultur. Was früher mitleidig belächelt worden sei, nämlich in arbeitsreichen Zeiten auf dem Schlepper schnell in ein Brot zu beißen, statt sich Zeit zum Essen zu nehmen, sei heute als schnelles „Eat to go“ mit Fastfoodkonsum fast Standard geworden. Auch rieche es vormittags in den Häusern nicht mehr, wie früher überall üblich, nach Essen. Um dieses kulturelle Erbe nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, setzten die für ihre Koch- und Backkünste bekannten Lendsiedler Landfrauen am Sonntag ein paar schmackhafte Zeichen bäuerlicher Hausmannskost: Frisch aus dem Kessel gab es hausgemachte Blut- und Leberwurst mit Kassler Braten und feinem Sauerkraut. Und auf süße Schleckermäuler wartete der „Oufeschlupfer“ aus Großmutters Holzbackofen und wie gewohnt ein breites Kuchensortiment. Ein Spiel- und Mitmachprogramm für Jung und Alt rundete den Nachmittag ab.

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