"Die Rasse nach oben bringen"

Manfred Hörauf gehört dem Kleintierzuchtverein Untermünkheim an. Nicht nur der Braunsbacher erreicht mit seinen Zwergwiddern tolle Leistungen. Hansjörg Opala trimmt in Tullau seine Deilenaar.

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  • Der Braunsbacher Züchter Manfred Hörauf kümmert sich um seine Kaninchen. Eines seiner Tiere ist Bundessieger geworden. Foto: Sonja Alexa Schmitz 1/2
    Der Braunsbacher Züchter Manfred Hörauf kümmert sich um seine Kaninchen. Eines seiner Tiere ist Bundessieger geworden. Foto: Sonja Alexa Schmitz
  • Hansjörg Opala mit einem Satin-Havanna. Archivfoto: Corinna Janßen 2/2
    Hansjörg Opala mit einem Satin-Havanna. Archivfoto: Corinna Janßen
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"Meine Lieblingstiere sind eigentlich Greifvögel", sagt Manfred Hörauf und holt ein weißes Kaninchen aus seinem Stall. Mit Tieren ist der Braunsbacher aufgewachsen. Gut 15 ausgewachsene Kaninchen mümmeln hinter den Türen. In zwei Käfigen tummelt sich der Nachwuchs. Der 66-Jährige züchtet seit 1973 Kaninchen der Rasse Zwergwidder. Laien nennen sie "Schlappohren".

Es sind wohl sie, die mit ihrem putzigen Aussehen am leichtesten die Herzen erobern. In den bundesweiten Schauen sind sie nicht stark vertreten. "Ich möchte die Rasse mit zwei Züchterkollegen langsam nach oben bringen", erklärt Hörauf. Das scheint ihm zu gelingen. Er belegt auf den Kleintierschauen die obersten Plätze. Im Dezember 2013 wurde er Deutscher Vizemeister und Bundessieger in Karlsruhe, wo er sich gegen 25000 Konkurrenten durchsetzte. Bei der Kategorie Deutscher Meister werden vier der besten Kaninchen eines Züchters vorgeführt und alle vier bewertet. "Busi nenne ich jetzt mein Bundessieger-Kaninchen", erzählt er lachend.

Ein Kollege von ihm im Kleintierzuchtverein Untermünkheim ist Hansjörg Opala. Bei dem 45-Jährigen hat die Liebe zu den Kaninchen früh begonnen. Seit 30 Jahren züchtet er bereits. Heute hoppeln in Hoch-Zeiten bis zu 60 Tiere der Rassen Deilenaar und Satin-Havanna durch seine Ställe in Rosengarten-Tullau. Mit einem davon wurde er in Karlsruhe Deutscher Herdbuchmeister. Vier seiner Deilenaar wurden Deutsche Vizemeister.

Dass Höraufs Busi zu seinem Erfolg kam, hat es der Natur sowie der Pflege und der Zuchtentscheidung seines Besitzers zu verdanken. Die Natur vermachte ihm Ohren - von den Fachleuten "Behang" genannt -, die zwischen 22 und 28 Zentimeter lang sind. Es hat schwarze, gleichmäßige Ringe um die Augen und eine schön geformte Krone auf seinem Oberkopf. Busi hat nicht die befürchteten Farbflecken neben dem Vorderlauf bekommen und auch keinen "Wammer" - ein tierisches Doppelkinn - entwickelt. Sein glänzendes Fell, die Sauberkeit bis zu den "Geschlechtsecken" und die ordentlich geschnittenen Krallen, verdankt es seinem Herrchen.

In Opalas Stall geht es nicht viel anders zu. "Es kommt auf Fütterung und Haltung an. Beim Futter achte ich zum Beispiel zur Zeit des Fellwechsels auf ölhaltige Früchte, wie Sonnenblumenkerne. Bei der Haltung ist vor allem die Sauberkeit der Ställe und des Tieres wichtig." Hansjörg Opala ist Diplom-Ingenieur. "Wenn ich bei den Tieren bin, kann ich sehr gut entspannen. Allerdings ist es auch kein Hobby wie Briefmarken sammeln. Um Tiere muss man sich täglich kümmern."

Der Verein der beiden fährt erstaunliche Ergebnisse ein. Erich Pretz, Thomas Fuchs, Ulrich Brauch, Desirée Opala und Hansjörg Deffner sind einige der Züchter, die Erfolge mit nach Hause bringen. Vielleicht liegt es daran, dass sie alle aus der Schule von Erich Pretz kommen. Der ehemalige Vereinsvorstand war selbst sehr erfolgreich und "er hat das Niveau sehr hoch gehalten", verdeutlicht Opala.

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