"Die Freude an Gott ist unsere Stärke"

Gedanken zum Sonntag von Werner Funk, katholischer Pfarrer von Großallmerspann und Braunsbach

|
Über blauen Himmel und Sonnenschein freuen sich Menschen immer. Aber durch Arbeitsüberlastung oder Stress kann es vorkommen, dass sie keine Zeit mehr haben für die Freude an der Natur oder am Leben.  Foto: 

Das "Taborerlebnis" der Apostel stellt die Frage an uns: Was gibt es für uns an schönen Erlebnissen, die unseren Glauben oder unsere Beziehung zu Gott stärken können?

"Die Freude an Gott ist unsere Stärke", weiß schon Nehemia im Alten Testament. Eine Liste von Beispielen für schöne Erlebnisse ließe sich beliebig fortsetzen oder ergänzen: Eine Bergwanderung, eine Seeumgehung, ein Blick zu den Sternen am Himmel, ein Sonnenaufgang, ein Sonnenuntergang oder ein Gespräch mit Gleichgesinnten kann vielleicht etwas Ähnliches bewirken, wie es für die Freunde Jesu gewesen ist. Diese biblische Erzählung der Wanderung auf den Berg Tabor möchte uns an die Lebensfreude erinnern, die vielleicht verloren gehen könnte, wenn zu viel über das schlechte Wetter gelästert wird. Schon Abraham freute sich über die Sterne am Himmel, als Gott ihm Nachkommen versprach.

Abraham gilt doch als Musterbeispiel des Glaubens, weil er auf Gott vertraut hat. Blauer Himmel und Sonnenschein sind doch ein Ausdruck für das Wohlbefinden von Menschen. Durch Arbeitsüberlastung oder Stress kann es vorkommen, keine Zeit mehr zu haben für die Freude an der Natur oder am Leben. Doch eine Stimme aus der Wolke ruft: "Dies ist mein geliebter Sohn! Auf ihn sollt ihr hören!" Können wir hören auf die Natur, auf unsere innere Stimme, wenn wir einen Spaziergang machen? Gott möchte auch uns zurufen, dass wir von ihm geliebt und akzeptiert sind.

Diese Erfahrung, dieses Erlebnis möchten die drei festhalten und nicht mehr loslassen. Sie fragten: "Sollen wir drei Hütten bauen, eine für Jesus, eine für Mose und eine für Elija?" Gestalten des Alten und Neuen Testaments trafen aufeinander. Wie oft wünschen sich Menschen, dass sie gern mit jemandem reden würden, von dem sie viel Beeindruckendes gehört haben, der aber nicht mehr am Leben ist? Jesus erfüllte sozusagen diesen Wunsch. Doch er gibt gleich die Anweisung: Zurück ins Tal!

Johannes, Jakobus und Petrus freuten sich sicherlich über ihre herrliche Bergwanderung. Doch sie sollten zurück in den Alltag. Die Erholung ist zu Ende. Die Pflicht ruft, könnte man sagen. Um die Karwoche durchstehen zu können, brauchte es das Taborerlebnis für die Apostel. Brauchen auch wir manches "Tankstellenerlebnis", um Durststrecken oder nicht immer leichte Situationen eher meistern zu können? Kann ein Kräftesammeln den gefürchteten Burn-out hinauszögern?

Gönnen Sie sich auch ein Erlebnis, das mit dem Taborgeschehen vergleichbar ist, um Kräfte zu sammeln und den Alltag zu erleben als blauer Himmel mit Sonnenschein, wenn man sich an Herrliches erinnern kann.

"Wie vielgestalt sind deine Werke Gott. Erfüllt ist die Erde von deinen Geschöpfen." (Ps 104,24)

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

„Aufnahmestopp“ als Warnsignal

Fachkräftemangel und fehlende Auszubildende im Crailsheimer Raum kommen in den Betrieben an. Das spürt auch die auf Dienstleistungen angewiesenen Bevölkerung. weiter lesen