"Das ist eine sehr schwierige Situation"

Undurchlässiger Boden macht auf dem Friedhof in Rot am See Probleme. Die Gemeinde bemüht sich nun darum, etwas Zeit zu gewinnen.

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"Wir haben das unterschätzt", sagte Bürgermeister Siegfried Gröner den Gemeinderäten. Er meinte damit die Bodenverhältnisse im alten Teil des Roter Friedhofs. Dort ist der Untergrund derart nass, schwer und undurchlässig, dass der Verwesungsprozess nicht wie gewünscht fortschreitet. Gröner: "Das ist eine sehr schwierige Situation" - eine Situation ohne rechte Lösung, jedenfalls ohne eine einfache.

Noch gibt es keinen akuten Mangel an Gräbern. Erst im Jahr 2013 ist der neuere Teil des Gottesackers um 25 Wahl- und 24 Einzelgräber erweitert worden. Nach der Belegung dieses Abschnitts wollte man wieder in besagtem alten Friedhofsteil weitermachen.

Jetzt aber hat sich die Verwaltung das Einverständnis des Gemeinderats geben lassen, stattdessen im Bedarfsfall den Rest des neuen Friedhofsteils für Erdbestattungen zu erschließen. Das Kommunalparlament sagte einstimmig Ja. Geht es um die Zweitbelegung eines Doppelgrabs, wird freilich auch künftig auf dem alten Friedhof beerdigt. "Es geht uns darum, Zeit zu gewinnen", sagte Gröner. Bei Bestattungen soll künftig auf dem ganzen Friedhof ein Kies-Sandgemisch eingebracht werden, um den Boden zu lockern.

Und noch eine wichtige Grundsatzentscheidung hat der Gemeinderat ohne Gegenstimme getroffen: Im alten Friedhof soll es künftig vor allem Urnengrabfelder geben - und zusätzlich Urnenwände. Solche bestehen in Rot am See bisher nicht. Die Verwaltung zeigte den Räten als Anregung einige Bilder aus anderen Kommunen. Über Details diskutiert wurde indes noch nicht.

Kein Gemeinderat zog den Bedarf in Zweifel: "Wir müssen mit der Zeit gehen", sagte etwa Susanne Nicklas-Bach.

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