„Das Denken braucht man nicht mehr“

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„Vorberatung zur Änderung der Wohnbezirke für die nächste Gemeinderatswahl“, so lautete der fünfte Tagesordnungspunkt in der vergangenen Gemeinderatssitzung. Hintergrund ist der, dass es immer schwieriger wird, genügend Kandidaten für die Gemeinderatswahl zu finden.

Im größten Wohnbezirk Mariä­kappel/Haselhof/Leukershausen/Selgenstadt sind lediglich zwei von vier Sitzen besetzt. Deshalb sitzen im Gremium 16 statt mögliche 18 Räte. Die Verwaltung sieht darin „ein krasses Missverhältnis“. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, diesem zu begegnen: Entweder man ändert die Zuschnitte der Wohnbezirke oder man schafft die unechte Teilortswahl gleich ganz ab.

„Macht es einfach!“

Über neue Zuschnitte wurde überraschenderweise gar nicht erst diskutiert, obwohl Gemeinderat Bernd Kaspar, der für eine Abschaffung plädiert, schon gerne gewusst hätte: „Wie hätte die neue Aufteilung aussehen können?“ „Das Denken in Teilgemeinden braucht man nicht mehr“, findet Peter Ammon. Vielleicht sei die unechte Teilortswahl auch zu kompliziert, das würde man an den zahlreichen ungültigen Stimmen sehen. Also lautet Ammons Schlussfolgerung: „Macht es einfach!“

„Die Zeit ist reif, diese Entscheidung zu treffen,“, betont Bürgermeister Robert Fischer, 44 Jahre nach Gründung der Gemeinde Kreßberg. Um die unechte Teilortswahl abzuschaffen, ist eine Änderung der Hauptsatzung nötig. Darüber soll demnächst abgestimmt werden. Ein Meinungsbild wurde schon abgefragt: Eine deutliche Mehrheit ist für die Abschaffung, es gab lediglich zwei Gegenstimmen und eine Enthaltung.

Ulrich Bayer ist dagegen. Kreßberg sei eine Flächengemeinde, da sei es schön, wenn alle Himmelsrichtungen irgendwo vertreten wären. Das eine müsse das andere nicht ausschließen, machte Hartmut Krieger deutlich. Es liege ja an den Listen, die Kandidaten entsprechend auszuwählen. Für Walter Rothenberger hätte die neue Lösung noch folgenden Vorteil: „Nachrücker ließen sich leichter finden.“

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