Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter

Landkreis.  Die gute Nachricht war erwartet worden, dennoch ist sie erleichternd: Die Arbeitslosenquote bleibt im Kreis auf 3,8 Prozent stehen. Die Zahl der Arbeitslosen ist niedrig wie schon lange nicht mehr.

Der Vorjahresvergleich fällt positiv aus, vermeldete die Haller Agentur für Arbeit gestern: Im vergleich zu 2009 ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur (Kreise Schwäbisch Hall und Hohenlohe) um ganze 18,3 Prozent zurück gegangen. Um 1346 sei die Zahl der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr gefallen. Die Arbeitslosenquote steht nun bei auf 3,8 Prozent.

Dass die Krise damit bereits überwunden ist, stellt der Leiter der Arbeitsagentur, Guido Rebstock, nicht fest. Dazu müsse man die jetzigen Arbeitslosenzahlen mit denen des Jahres 2008 vergleichen. Seinerzeit war die Zahl der Arbeitslosen mit 4887 auf dem Tiefststand der vergangenen zehn Jahre angelangt. Selbst zu dieser Zeit sei die Vollbeschäftigung nicht erreicht worden. Ein Jahr später, im August 2009, waren 8003 Menschen im Bezirk arbeitslos. 2009 hatte sich die Krise auf dem Arbeitsmarkt spürbar gemacht - wenn auch nicht so stark, wie befürchtet. Das Hin und Her der Zahlen zeige "die ganze Bandbreite, die der hiesige Arbeitsmarkt bringen kann".

Überwunden sei die Krise immer noch nicht. Aber, sagt Rebstock, "wir sind auf einem guten Weg. Firmen, die in der Krise entlassen haben, stellen jetzt wieder ein". Die Stimmung der Wirtschaft in der Region sei gut - das Bild decke sich mit der bundesweiten Stimmung.

Seine Sorge gilt daher den Jugendlichen. Denn eines weiß Rebstock jetzt schon: Im August steigt die Zahl der Arbeitslosen wieder an, wenn auch nur leicht. Schon jetzt meldeten sich viele Jugendliche beim Arbeitsamt, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben, aber nicht übernommen wurden. Das Arbeitsamt will deshalb in den nächsten Wochen die frisch gebackenen Gesellen verstärkt den Betrieben anbieten. Deshalb appelliert Rebstock an die heimische Wirtschaft, diese Jugendlichen auch einzustellen: "Es kann nicht sein, dass in einer Region, in der wir Fachkräftemangel hatten und wieder haben werden, junge Absolventen keine Arbeit bekommen." Anbieten könne die Agentur nicht nur klassische Facharbeiter für die Industrie, sondern auch gut ausgebildete Bürokräfte.


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Autor: KARSTEN DYBA | 30.07.2010

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