Kreisfeuerwehrverband gibt Tipps
Tödliche Gefahren auf glitzerndem Eis
Landkreis. Eisflächen auf Seen bergen große Gefahren, sagt Thomas Baumann vom Kreisfeuerwehrverband. Er gibt Tipps, wie man sich im Notfall selbst helfen kann und was Retter beachten sollten.
Was tun, wenn man trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eingebrochen ist? Wenn möglich, sollte man sich dann am Eis festhalten und versuchen, sich auf die Eisdecke zu ziehen. Bricht das Eis weiter, kann man sich mit Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer schlagen, so der Kreisfeuerwehrverband. Jedoch erschlaffen die Muskeln im kalten Wasser innerhalb von drei bis vier Minuten, heißt es in einer Pressemitteilung. Dann erlahmt der Körper und die eingebrochene Person geht unter.
Die Alarmierung der Hilfskräfte über die europaweit einheitliche Rufnummer 112 ist daher überlebenswichtig, denn sie gewährleistet schnelle Hilfe durch den Rettungsdienst, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und die Feuerwehr.
Helfer, die einem Eingebrochenen zur Hilfe kommen, sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen. Die Eigensicherung, zum Beispiel mit Leinen, ist sehr wichtig. Eine Unterlage, wie Leitern oder Bretter, helfe, das Gewicht auf dem Eis zu verteilen. Hilfsmittel können auch an Gewässern aufgehängte Rettungsringe sein. Gerettete werden am besten in warme Decken gehüllt und vorsichtig erwärmt. Unterkühlte Personen sollen keinen Alkohol bekommen, stattdessen einen warmen Tee. Eltern sollten auch ihre Kinder auf die möglichen Gefahren hinweisen und sie zur Vorsicht aufrufen.
Wer sich aufs Eis wagen will, sollte einige einfache Regeln beachten. Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Schwäbisch Hall rät, nie alleine aufs Eis zu gehen und nur Eisflächen zu betreten, die mindestens 12 bis 15 Zentimeter dick sind. Eis das knistert und knackt, Risse aufweist oder bereits mit Wasser bedeckt ist, sollte gar nicht betreten werden.
Wer jedoch schon auf solchem Eis ist, für den gilt: Flach hinlegen, um das Gewicht auf eine größere Fläche zu verteilen und ans Ufer robben. Vorsicht ist auch bei verschneiter Oberfläche und bei bewachsenen Ufern geboten. Auch an Ein- und Ausläufen von Seen kann die Eisdicke plötzlich abnehmen. Prinzipiell sollten nur die Gewässer betreten werden, die man kennt.
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Autor: SWP | 09.02.2012
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Mit einer Leiter nähert sich dieser Retter der Feuerwehr bei einer Übung dem Eingebrochenen. Archivfoto
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