Schwache Kinder mit Netzwerk fördern
Uttenhofen. Die 2011 gegründete Bildungsregion Hall hat ihre ersten Aktionen unternommen: Bei vier Konferenzen wurde dargestellt, wie der Übergang von Kindertagesstätte zur Grundschule verbessert werden kann.
Die erste Bildungskonferenz gab es in Wolpertshausen, weitere folgten in Wallhausen, Frankenhardt und in Rosengarten. Bei der letzten Konferenz in Rosengarten berichtete der Michelfelder Bürgermeister Wolfgang Binnig von der Bildungsregion. Er ist Mitglied ihrer regionalen Steuerungsgruppe. Die Stadt Hall wurde, stellvertretend für den gesamten Landkreis, im März 2011 in das Impulsprogramm des Landes "Regionale Bildungsregion" aufgenommen. Ziel ist ein regionales Netzwerk für optimale Lern- und Lebenschancen für Kinder und Jugendliche, berichtete Binnig. Die Steuerungsgruppe konzentriert sich auf frühkindliche Bildung. Ergänzend sollen die Erziehungspartnerschaften mit Eltern ausgebaut werden. Die Steuerungsgruppe wird die Ergebnisse der vier Bildungskonferenzen auswerten. Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen werden verfolgt. "Kinder sind unsere Zukunft, daher müssen uns Kinder und Familie jede Bemühung dafür wert sein", betonte Binnig.
Ergebnisse einer Fragebogenaktion wurden von der Sozialpädagogin Kerstin Niehuis aus dem Büro der Bildungsregion vorgestellt. In den Fragebögen informierten Kindergärten, Schulen und Elternvertreter über Erfahrungen und Wünsche für den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule. Verbessert werden sollen Förderpläne für Kinder, deren Schulfähigkeit infrage gestellt ist. Auch sollen Konzepte für eine Sprachförderung in Kooperation mit Schulen erstellt werden. Bei den vier Bildungskonferenzen waren 817 Teilnehmer anwesend.
Erarbeitet wurden Vorschläge für die weitere Arbeit der Steuerungsgruppe: Was können Fachkräfte tun, um Eltern noch mehr einzubeziehen, wie kann individuelle Förderung von Kindern verstärkt werden, wie kann die Kooperation zwischen Kindergärten und Schule noch besser gestaltet werden? Die vier Treffen werden ausgewertet, das Ergebnis wird im Sommer vorgestellt.
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Autor: CHRISTA GLÜCK | 22.02.2012
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Bei der ersten Bildungskonferenz in Wolpertshausen erarbeiten Erzieherinnen, Lehrer und Eltern in Kleingruppen, wie die Frühförderung und der Übergang in die Grundschule verbessert werden können. Archivfoto: Marc Weigert
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