Katholiken: Kein Verständnis für Pflichtdienste
Region. Das Freiwillige Soziale Jahr soll freiwillig bleiben. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Rottenburg-Stuttgart lehnt Pflichtdienste ab.
Im September starteten über 350 Jugendliche ihren Freiwilligendienst beim (BDKJ) Rottenburg-Stuttgart. Letztes Jahr waren es knapp über 300 Freiwillige. Der BDKJ bietet das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) und den Weltkirchlichen Friedensdienst im Ausland (WFD) an. Diözesanleiter Ulrich Müllerschön zeigt sich zufrieden: "Wir mussten erstmals das Bewerbungsverfahren für das FSJ vorzeitig schließen, da die Nachfrage unser Platzangebot überstieg."
Vor diesem Hintergrund hat der katholische Träger der Freiwilligendienste kein Verständnis für eine erneut aufflammende Diskussion um soziale Pflichtdienste. "Freiwilligendienste sind deshalb so erfolgreich, weil sich die jungen Menschen bewusst dafür entscheiden. Pflichtdienste dagegen erzeugen innere Widerstände, die weder den Bedürfnissen in den Einsatzstellen noch der persönlichen Entwicklung des Freiwilligen selbst, förderlich sind." Noch könnten längst nicht alle Bewerber berücksichtigt werden. Deshalb müssten zuerst die bestehenden Freiwilligendienste besser gefördert und ausgebaut werden, bevor über teure (Zwangs-)Strukturen nachgedacht wird.
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02.09.2010
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