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Holz bringt wieder Geld

Endlich gibt es für Holz wieder gutes Geld und die harte Arbeit im Wald lohnt sich wieder. Diese Freude war bei der Mitgliederversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Frankenhardt deutlich zu spüren.

Die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Frankenhardt zählt derzeit 216 Mitglieder mit einer Waldfläche von 641 Hektar. Und wo trifft man sich zur Versammlung? Sinnigerweise in der "Eiche" in Mainkling, wo der rührige Vorsitzende Manfred Mauser einen positiven und auch mit kritischen Bemerkungen garnierten Jahresbericht vorlegte.

Die Waldbesitzer können mit der Gesamtsituation mehr als zufrieden sein. Die Nachfrage entwickelte sich übers Jahr in allen Sortimenten erfreulich gut. Weitaus problematischer war es bei der Säge- und Holzindustrie. Nach dem fast schadenfreien Jahr für die Waldbesitzer blieb das Rundholzangebot auf der Sägerseite ganzjährig knapp. Und das im gesamten Euro-Raum. Deshalb herrschte bei den Sägern zeitweise ein richtiger Holzhunger. Diese besonderen Rahmenbedingungen waren letztlich dafür verantwortlich, dass fast wieder die Preisspitze vom Winter 2007 erreicht wurde.

Die FBG bietet auch Veranstaltungen an. So führte der Jahresausflug in den Taubergrund und auf die Frankenhöhe. Auf dem Jahresprogramm stand im Frühjahr auch eine Fortbildung für Waldbesitzer unter der Leitung von Revierleiter Wolfgang Mayr. Aktuelle Themen waren die Auswahl der Pflanzgeräte und Pflanzverfahren, das Eschentriebsterben und die Jungbestandspflege.

Dr. Bernhard Beinhofer vom Kreisforstamt ging auf die gute Preisentwicklung auf dem Holzmarkt ein. Der Festmeter Fichtenstammholz bringt (im Leitsortiment 2b, Güte B) bis 99,50 Euro und Buchenbrennholz 55 Euro. Der Raummeter Papierholz kostet derzeit 33 Euro.

Auch nach Kieferstammholz herrscht eine gute Nachfrage. Starke astfreie Tannenblöcke in guter Qualität können als "Japantannen" mit bis zu 140 Euro pro Festmeter vermarktet werden. Sorge bereitet den Waldbesitzern nach wie vor das Eschentriebsterben und der Tannenrüßler.

Mit einer Bildpräsentation erläuterte Dr. Beinhofer die Jungbestandspflege in 20-jährigen Laubholzbeständen. Die Zukunftsbäume werden farblich markiert und nach dem Zwiebelschalenprinzip freigestellt. Zug um Zug werden alle paar Jahre die Bedränger der Zukunftsbäume entnommen. So kann der Zukunftsbaum wie ein Kraftwerk in voller Leistung arbeiten und sich gut entwickeln.

Förster Wolfgang Mayr vom Dienstleistungsrevier Burgberg/Bühler ging in seinem Referat auf die Fördermöglichkeiten der Waldbauern ein. Außerdem verwies Mayr auf die Laubholzsubmission, die am 3. März 2011 in Schrozberg stattfindet. Jerg Hilt von der Forstkammer erläuterte die Änderungen im Bundeswaldgesetz und informierte über die Verkehrssicherungspflicht der Waldbesitzer.

In einem informativen Vortrag der Berufsgenossenschaft nannte Jochen Baumgart die wichtigsten Punkte für eine sichere Waldarbeit. 80 Prozent aller Unfälle im Wald passieren beim Fällen eines Baumes. Ein nostalgischer Film über die Waldarbeit in den Fünfzigerjahren beschloss die Versammlung. pm

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