Blech in seiner schönsten Form
Schwäbisch Hall. Wunderbare Autos in einer wunderbaren Landschaft: Der Haller ADAC-Ortsclub schickt am kommenden Sonntag rund 100 edle Oldtimer auf eine beschauliche Tour durch das Land der Burgen und Schlösser.
Keine Frage: Von Oldtimern geht eine schier magische Faszination aus. Nur so ist zu erklären, dass einschlägige Treffen stets auch Tausende von Menschen anziehen, die nicht unbedingt das zuweilen nötige "Kleingeld" samt "Schrauber"-Wissen für einen eigenen Zeitzeugen der Automobilität besitzen.
Und so werden am kommenden Sonntag, 5. September, auf einem 140 Kilometer langen Rundkurs quer durch Hohenlohe und das Limpurger Land wieder jede Menge leuchtende Augen bei den Zaungästen entlang der Strecke zu beobachten sein - erst recht mitten in Schwäbisch Hall, wo sich die Modelle nach der Ausfahrt wie auf einem Laufsteg präsentieren (zum Zeitplan siehe auch die unten stehende Info-Box).
Selbst ein Banker, der ansonsten mit nüchternen Zahlen hantiert, gerät da schnell ins Schwärmen: "Versetzen wir uns in die Vergangenheit zurück und betrachten einmal die schönen Dinge von damals. Sehr schnell kommen einem die eleganten Karossen aus den letzten Jahrzehnten ins Gedächtnis - ein faszinierender Anblick, gezeichnet voll Charme und Sympathie", wie es Thomas Lützelberger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim, in einem Grußwort für die mittlerweile elfte Auflage der "Hohenloher Burgen- und Schlösserfahrt" des Haller ADAC-Ortsclubs formuliert. Die Sparkasse ist Sponsor der Tour und stiftet auch den Cup.
Das älteste Fahrzeug dürfte aus der Sammlung von Gerhard Vossler aus Mainhardt stammen: Der Automechaniker will am kommenden Sonntag mit einem "Oakland Touring Car" des Baujahres 1927 starten. Zu den betagten Exemplaren zählt auch ein "Ford Model A", das 1930 in den USA das Licht der Auto-Welt erblickte und heute Rainer Weißeisen aus Ötisheim gehört.
Mit einem Blickfang ist auch Erika Beck-Weiner unterwegs: Die Ludwigsburgerin fährt einen BMW 328 des Baujahres 1937. Gerade mal 200 Exemplare des formschönen Rennwagens dürfte es heute noch weltweit geben. Mit einer Rarität wartet zudem Ralf Schreiner aus Wettringen im benachbarten Kreis Ansbach auf: Er rollt mit einem Daimler DS 420 Baujahr 1979 durch das Land zwischen Kocher und Jagst - eine siebensitzige Staatskarosse, die zwischen 1968 und 1992 von der schwäbischen Firma mit dem Stern auf der Basis eines Jaguars gebaut wurde. Prominenteste Besitzerin dieses 2,1 Tonnen schweren "Schiffs" war die 2002 gestorbene "Queen Mum" des englischen Königshauses.
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Autor: HARALD ZIGAN | 02.09.2010
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Letzte Vorbereitung für die Hohenloher Burgen- und Schlösserfahrt am kommenden Sonntag: Der Automechaniker Gerhard Vossler aus Mainhardt geht mit einem "Oakland Touring Car"des Baujahres 1927 an den Start. Fotos: Marc Weigert
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