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Alle Erwartungen übertroffen

Das Vorhaben schien gewagt. Doch die Skeptiker lagen mit ihren Prophezeiungen weit daneben. Mehr als 280 Teilnehmer haben sich zu der dreitägigen Veranstaltung in der Kocherstadt angemeldet.

HERIBERT LOHR |

Man mag es kaum glauben. Der erste deutsche Kongress der Weltmarktführer sorgt zwischenzeitlich bei den Organisatoren für richtige Probleme. Allerdings sind diese für die Veranstalter eigentlich angenehmer Natur. Aber weil der Zuspruch alle Erwartungen übertraf, reichen die Räumlichkeiten wohl nicht aus, neben den zahlenden Teilnehmern auch noch das große Interesse der Medienvertreter zu bedienen.

"Wir müssen wohl der einen oder anderen Agentur mitteilen, dass wir ihren Journalisten keinen Presseplatz mehr anbieten können", bedauert etwa Pressereferentin Christiane Siemann von der Fachzeitschrift Produktion.

Das renommierte Wirtschaftsfachblatt gehört neben dem Süddeutschen Verlag und dem Verlag Moderne Industrie GmbH zu den Medienpartnern und Mitveranstaltern, ebenso wie die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken (WHF) als überregionale Marketingplattform.

Und wahrlich, das Medienecho ist gewaltig. Nicht weniger als 36 Journalisten hatten sich zu den Veranstaltungen, Vorträgen, Seminaren und Betriebsführungen in der Bausparkasse, im Neubausaal und örtlichen Firmen angekündigt. 280 Vertreter von "Elite-Unternehmen geben sich an den drei Kongress-Tagen (24. bis 26. Januar) in Schwäbisch Hall die Klinke in die Hand. Ließ die spontane Unterstützung durch Sponsoren wie Würth, Klafs oder die Bausparkasse Schwäbisch schon vermuten, dass die rund 100 in der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken ansässigen Weltmarktführer aus wachsender Verbundenheit Flagge zeigen würden, so ist die Tatsache, dass mehr als ein Drittel der angemeldeten Firmen nicht aus Baden-Württemberg oder Bayern kommt, nun doch mehr als überraschend.

Walter Döring wird fast schon euphorisch: "Der Zuspruch ist sensationell und macht zudem Mut, diese Veranstaltung nun auch wirklich jährlich anzubieten." Der ehemalige Landeswirtschaftminister hatte den Kongress mit initiiert, vor allem aber auch visionär angeschoben und versucht sich an ersten Erklärungen für den Erfolg: "Fachkongresse gibt es ja wie Sand am Meer, aber eine branchenübergreifende Veranstaltung mit diesem Charakter sucht man sonst vergebens."

Zu den inhaltlichen Schwerpunkten gehören Vorträge von Unternehmensvertretern, Wirtschaftsexperten und Politikern zur Kundengewinnung, Marktbearbeitung, Ressourcenschonung und Innovationsfähigkeit.

Die Veranstalter versuchen sich dabei auch am "Spagat zwischen Provinz und Weltmännischkeit". Und was das Programm betrifft, ist das Weltmännische denn auch gelungen. Bereits allein die Beiträge der drei Hauptredner Ministerpräsident Stefan Mappus, Michael Hüther (Institut der Deutschen Wirtschaft) und dem vormaligen Präsident des VDMA Manfred Wittenstein lohnen den Besuch des Kongresses. Von den Referenten wie etwa Klemens Klavermann von Frime Landmaschinen oder Sabine Herold (Delo Industrie Klebstoffe) ganz zu schweigen. Sollte der provinzielle Part, wie etwa der Gästeabend beim Haller Saunabauer Klafs, der Nachwuchspreis von Würth, die Betriebsbesichtigungen vor Ort oder die Schönheit des Veranstaltungsortes die erhoffte Wirkung bei den Gästen hinterlassen, dann könnte der Kongress unterstreichen, was sich WHF-Geschäftsführer Steffen Schoch als Kern-Botschaft erhofft: "Heilbronn-Franken ist als Region der Weltmarktführer einmalig".

Mehr auch im Internet unter www.weltmarktfuehrer.info

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