64 Gruppen aus Nah und Fern ziehen durch Obersteinach

Das Obersteinacher Heimatfest hatte ohne Zweifel viele Höhepunkte. Einer davon war der Umzug gestern Nachmittag, bei dem ganz Obersteinach und die Menschen aus der Umgebung auf den Beinen waren.

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Ausgelassen und fröhlich feiert ganz Obersteinach mit seinen vielen Gästen von auswärts das Heimatfest mit einem farbenfrohen Umzug - in diesem Fall die Bauchtanzgruppe aus Eckartshausen. Fotos: Ute Schäfer

Die Obersteinacher feiern ihr Heimatfest nicht oft - nur alle zehn Jahre. Aber wenn sie es feiern, dann gewaltig. Nicht nur, dass sie nach gefühlten zehn Jahren Dauerregen mit dem Wetter eine Punktlandung hinbekamen, nein, auch der Umzug, der sich gestern Nachmittag durch das Dorf schlängelte, war in der Tat aller Ehren wert.

Die Nachbardörfer und die Ilshofener Partnergemeinde aus Kleinsölk in Österreich hatten Abordnungen geschickt, teilweise wirklich lustig gestaltet, wie etwa die Truppe aus Söllbot, die sich als "Naherholungsgebiet von Schdoanich" präsentierte. Es waren Vereine wie etwa der Gewerbeverein Ilshofen oder der Kegelclub "No Name" gekommen, dazu ungefähr 30 Chöre und Musikkapellen. So zogen insgesamt 64 Gruppen durch Obersteinach in einem Umzug, der deutlich mehr Teilnehmer hatte, als Menschen in Obersteinach wohnen, und der überdies deutlich länger war als der Ort selbst.

Zum Glück zog der Zug auch an sich selbst vorbei, sodass die vielen Mitwirkenden ihn sehen konnten. Der erste Wagen, das Gefährt mit dem Steinacher Motto "Riewer, niewer, nuff. Schdoanich iss guat druff" setzte sich gestern Nachmittag also fast schon in Hörlebach in Bewegung. Und nach fast zweieinhalb Stunden fuhr der letzte Wagen - aus Eckartshauen - an der Ehrentribüne vorbei, auf der neben dem Hohenloher CDU-Bundestagsabgeordneten Christian von Stetten die Bürgermeisterkollegen Roland Wurmthaler aus Ilshofen und Jürgen Silberzahn aus Wolpertshausen Platz genommen hatten.

Zwischendurch hatte Moderator Klaus Fischer jede Gruppe begrüßt und interviewt. Die einzelnen Gruppen wiederum gaben ein Ständchen, wenns denn eine Musikkapelle oder ein Gesangverein war, spritzte mit Wasser, wenns die Feuerwehr war, oder zeigte Akrobatik, wenns ein Sportverein war. Auch Hunger und Durst musste keiner leiden. Die Landfrauen verteilten Flachswickel und Schneckennudeln, es gab Hochprozentiges vom Obersteinacher Bauwagen, und die Gewerbebetriebe warfen Kamellen.

Und so wars ein rundum runder, fröhlicher Umzug, der mit dem feierlichen Einmarsch der Fahnen im Festzelt offiziell endete. Das Heimatfest war damit aber noch lange nicht vorbei, denn gefeiert wurde gestern bis in die Nacht. Es muss ja vorhalten. Zehn Jahre lang. Bis zum nächsten Heimatfest.

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