46 Vereine nehmen am Festzug teil

46 Vereine haben gestern die Blaufelder Hauptstraße beim großen Festzug des Geburtstag feiernden Fanfarencorps unsicher gemacht. Zu sehen und zu hören gab es nicht nur musikalische Darbietungen.

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Am Ende des Zugs - 46 Vereine feiern den 40. Jahrestag des Fanfarencorps Blaufelden - ziehen ein paar nicht menschliche Teilnehmer am Publikum vorbei. "Ob das den Tieren Angst macht? - Ach was, schauen Sie doch nur", Rainer Bauer vom örtlichen Kleintierzuchtverein verweist auf die beiden verdutzt dreinblickenden Enten, die er auf einem Leiterwagen hinter sich herzieht. "Die sind entspannt wie eh und je."

Zwei junge Teilnehmerinnen sind Jhossana Ammon (9) und Marie Brauer (10), die zu den Majoretten von Rot am See gehören. "Das Beste sind eigentlich meist Auftritte für alte Leute - die freuen sich immer so", erzählt Marie, während sie den Bâton schwingt. "Und bei Umzügen ist es immer echt witzig, wenn einen so viele Leute beobachten", fügt ihre Freundin Jhosanna an.

Große Augen machen die Leute am Straßenrand auch beim Anblick historischer Feuerwehren. So sind zum Beispiel Männer der Billingsbacher Feuerwehr mit einer alten Wasserspritze unterwegs - immer noch funktionstüchtig, wie das Publikum zu spüren bekommt. "Traditionen muss man doch aufrechterhalten, oder?", fragt Kommandant Hans-Günter Lang. Dann ziehen die Kameraden weiter, wenige Minuten später von den Spaßvögeln der Gammesfelder Feuerwehr gefolgt, die der Jury breit grinsend den Inhalt ihrer geschulterten Wasserbehälter vor die Füße gießen.

Die Jury sichtet alle Zugteilnehmer - bei ihr steht natürlich die Musik im Vordergrund. Vier Musikvereine nehmen am Wettbewerb teil. "Die Ehrenbezeugung vor dem Wertungsrichter ist Pflicht", erklärt Begleitrichter Matthias Wetten, der einen Stabführer beobachtet. Ordnungsgemäß schreitet er am Hauptwertungsrichter mit gesenktem Stab vorüber. Wetten fährt fort: " Die Formation muss immer gehalten werden - auch wenn die Musiker gleich um die Kurve schreiten." - Ein kritischer Blick, dann setzt er ein zufriedenes Gesicht auf.
 


JUBILÄUMS-SPLITTER

Obwohl erst 15, spielt Timo Winterhalder bereits seit fünf Jahren im Blaufelder Fanfarencorps Schlagzeug. Für Jugendliche ist das bestimmt kein typisches Hobby, doch der Blaufeldener erklärt: "Wir haben einfach eine tolle Gemeinschaft. Nach der Probe sitzen wir oft noch gemütlich zusammen. Das macht einfach großen Spaß."

Bunte Vielfalt war bei der Liederauswahl im Jubiläums-Konzert geboten. Zwischen klassischer Blasmusik ertönten plötzlich Gassenhauer wie "Traum von Amsterdam" oder Chart-Hits - das unkonventionelle Programm wurde vom Publikum mit spontanem Mitsingen honoriert.

Neue Gesichter stießen vergangen Samstag zum Fanfaren-Konzert hinzu: Der Fanfarenzug aus Zell im Wiesental war in Blaufelden mehr oder weniger zufällig gestrandet. Den Auftritt in der Mehrzweckhalle verdanken die Wiesentaler einem Irrtum ihres Vorsitzenden Frank Hutschenreuter: "Ich bin davon ausgegangen, dass Blaufelden auf unserem 50-Jährigen gespielt hat und habe deshalb einen Gegenbesuch vorgeschlagen. Allerdings habe ich ,Blaufelden mit ,Blaubeuren verwechselt."

Fanfarencorps Blaufelden feiert Jubiläum

 

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