35 Millionen Euro für Obersontheim

Eine saubere Perspektive scheint Kärcher für seine 1414 Mitarbeiter im Bühlertal zu bieten. Das Unternehmen investiert in diesem und dem nächsten Jahr 35,5 Millionen Euro an den dortigen Standorten.

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Seine drei Standorte im Bühlertal nennt Kärcher "Werk Obersontheim", "Logistikzentrum Obersontheim" und "Werk Bühlertal". Dort arbeiten insgesamt 1414 für den Hersteller von Reinigungstechnik.

Verantwortlich für das Werk Obersontheim ist Dieter Bader. Kehrmaschinen für Kunden aus dem Gewerbe und der Industrie werden dort gefertigt, außerdem Geräte, wie sie von Kommunen verwendet werden, Reinigungsmittel und Blechteile für andere Kärcher-Werke. Gefertigt werden im Werk Obersontheim auch Produkte für die Futuretech-Serie. Darunter versteht Kärcher leistungsfähige und robuste Technik für den Zivil- und Katastrophenschutz. "Zur Friedenssicherung und schnellen Hilfe für die notleidende Bevölkerung nach Katastrophen entwickelt Futuretech für und mit den Verteidigungsministerien der führenden Nationen innovative Produkte und Systeme, die sich seit über 30 Jahren bewährt haben und weltweit im Einsatz sind", schreibt Kärcher. Schutztechniken für atomare, biologische und chemische Kontamination, sowie Systeme zur Verpflegung, für Feldlager und zur Wasserversorgung gehören zu Kärchers Futuretech-Reihe.

Im Logistikzentrum Obersontheim werden Waren zwischengelagert und zur Auslieferung bereitgehalten. Kärcher nahm dieses Werk 2013 in Betrieb. Gekostet hat das Logistikzentrum 33 Millionen Euro. Verantwortlich ist Roland Fahrmeier. Auf einer Nutzfläche von 20000 Quadratmetern stehen 23000 Palettenstellplätze zur Verfügung. Das Regallager ist 30 Meter hoch.

Im Werk Bühlertal stellt das Unternehmen zum einen Hochdruckreiniger, Dampfreiniger und Stausauger für private Nutzer her, außerdem Hochdruck- und Dampfreiniger für Gewerbe und Industrie. Geleitet wird das Werk von Andreas Obenland.

Das Unternehmen kündigt für seine drei Bühlertal-Standorte weitere Investitionen an. Beispielsweise wird noch in diesem Jahr eine Halle mit einer neuen Pulverbeschichtungsanlage in Betrieb genommen. Insgesamt belaufen sich die Investitionen auf 35,5 Millionen Euro in den Jahren 2015 und 2016.

Der Entwickler und Herstellung von Reinigungstechnik, der seinen Stammsitz in Winnenden hat, legte dieser Tage seine Konzern-Zahlen für das zurückliegende Geschäftsjahr vor. Der Umsatz im Jahr 2014 lag auf einem neuen Rekordwert: 2,12 Milliarden Euro erlöste das Unternehmen. Das entspricht einem Zuwachs von 70 Millionen Euro oder 3,4 Prozent. Welcher Teil des Umsatzes auf die Standorte im Bühlertal entfällt, macht Kärcher nicht publik.

Hand in Hand mit den Umsatzzahlen geht die Höhe des Absatzes: Kärcher verkaufte 12,72 Millionen Geräte. Dazu gehören unter anderem Hochdruckreiniger, Fensterreiniger, Sauggeräte, Kehrmaschinen und Reinigungsmittel.

"Die Entwicklung in den verschiedenen Vertriebsregionen war im letzten Jahr sehr uneinheitlich", sagte Hartmut Jenner, Vorsitzender der Geschäftsführung. "Wichtige Schwellenländer, die in den letzten Jahren die Zugpferde der Weltwirtschaft waren, hatten ein deutlich geringeres Wachstum oder sogar einen Rückgang zu verzeichnen. In vielen etablierten Märkten wie in Nord- und Mitteleuropa konnten wir teilweise sogar stark wachsen."

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