333 Jahre im Chorraum versteckt

Mit der Kirchenkunstgeschichte Bächlingens befasst sich eine Tagung am 11. Oktober. Zum Abschluss gibt es ein Orgelkonzert in der Kirche.

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Genau 100 Jahre ist es her, dass die Gemälde im Chorraum der Bächlinger Johanneskirche wieder entdeckt wurden. 333 Jahre lang versteckte und schützte sie eine dicke Putzschicht, teilt Marianne Mühlenstedt, Vorsitzende der evangelischen Kirchengemeinde Bächlingen, mit. Dieses Jubiläum ist der Anlass für eine öffentliche Tagung am Samstag, 11. Oktober.

Acht Wissenschaftler aus Südwestdeutschland werden zu Themen rund um die Gemälde, ihre Entstehung, ihre Geschichte und ihre Erhaltung referieren. Zum Abschluss der Tagung gibt Christoph Bossert, Professor für Kirchen- und Orgelmusik, ein Orgelkonzert (19.30 Uhr). Der Besuch der Tagung steht allen Interessierten offen. Der Eintritt ist frei. Zur Tagung laden der Historische Verein für Württembergisch-Franken, die Gesamtkirchengemeinde Langenburg und der Geschichts- und Kulturverein ein.

Zu Beginn stellt Helga Steiger das ikonographische Programm der Gemälde vor. Die Vorstellung des Rittergeschlechts der "Rezen von Bächlingen" leitet über zur Betrachtung des Epitaphs (Grabinschrift) des Ritters Burghard Reze von Bächlingen durch die Kunsthistorikerin Silke Karl. Neue Erkenntnisse versprechen die "Epigraphischen Bemerkungen zum Epitaph" durch Dr. Harald Drös. Er ist Leiter der Forschungsstelle "Deutsche Inschriften" bei der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.

Am Nachmittag steht die Restaurierung der Gemälde im Mittelpunkt. Ulrich Gräf, Kirchenoberbaudirektor im Ruhestand und Diplom-Restaurator Andreas Menrad vom Landesamt für Denkmalpflege berichten. Im Anschluss stellt Restaurator Steffen Brückner die praktische Seite der Restaurierung vor.

Schließlich würdigt Professor Hermann Ehmer, ehemaliger Direktor des kirchlichen Archivs in Stuttgart, noch eine besondere Persönlichkeit: Pfarrer und Historiker Dr. Dr. Gustav Bossert wirkte von 1869 bis 1888 in der kleinen Jagsttalgemeinde. Diese Würdigung erhält ihre besondere Note durch die Tatsache, dass am selben Abend Ur-Enkel Christoph das Orgelkonzert gibt. Bossert spielt auf der neuen Bächlinger Trefz-Orgel, die zuvor vom Haller Kirchenmusikdirektor Burkhart Goethe vorgestellt wird.

Info Anmeldungen zu den Vorträgen sind noch möglich unter Telefon 07905 / 782. Für die musikalischen Abendveranstaltungen (Orgelvorstellung um 18.45 Uhr, Orgelkonzert um 19.30 Uhr) ist keine Anmeldung erforderlich.

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