25 trübe Tage im grauen Februar

"Der Februar hat fast nahtlos an den so sonnenscheinarmen Januar angeknüpft. 25 Tage waren trüb und wolkenverhangen", sagt Wetterexperte Martin Melber von der Wetterstation Westheim.

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Noch nie seit Beobachtungsbeginn vor 28 Jahren war ein Februar so trüb, erklärt der Wettertechniker. Insgesamt ist es der trübste Winter (Dezember, Januar, Februar) seit dem des Jahres 1969/70. Die Sonne schien in diesen drei Monaten nur rund 100 Stunden und damit nur knapp die Hälfte des Solls.

Der Februar 2013 war ein richtiger Wintermonat. Es wurde eine Monatsmitteltemperatur von -0,7 Grad errechnet. Gegenüber dem langjährigen Mittel von 0,6 Grad ist das 1,3 Grad zu kalt. In der Westheimer Stationschronik gibt es nur noch sieben kältere seit 1985. Der kälteste Februar war 1986 mit -6,4 Grad, der wärmste 2002 mit 5,5 Grad.

Die Monatshöchsttemperatur wurde am 1. mit 7,7 Grad gemessen, nur 1993 lag das Monatsmaximum mit 7,0 Grad noch tiefer. Das Monatsminimum wurde am 14. mit -11,1 Grad gemessen und war nichts Besonderes, am Erdboden waren es -14,0 Grad. Es gab 20 Frost- und 26 Bodenfrosttage, acht galten als Eistage mit 24-stündigem Dauerfrost.

Niederschlag fiel an 19 Tagen, insgesamt 80,3 Liter pro Quadratmeter. Das sind 24 Prozent mehr als das Normalsoll von 65 Liter. Der größte Tagesniederschlag ging gleich am Monatsersten mit 25,1 Liter je Quadratmeter nieder. Es gab drei Starkniederschlagstage mit mehr als 10 Liter. Schnee pur fiel an neun, Schneeregen an acht Tagen. Durch die starken Niederschläge gab es am 2. kurzzeitig ein leichtes Hochwasser am Kocher. Den niederschlagsreichsten Februar hat Melber 2002 mit 184 Liter, den trockensten 1998 mit nur 13 Liter registriert.

An 18 Tagen lag eine geschlossene oder durchbrochene Schneedecke, in Westheim maximal 15 Zentimeter hoch (am 9. Februar). Während die Talauen am Kocher schon früher schneefrei waren, lagen im Mainhardter Wald und den Limpurger Bergen teilweise über 20 Zentimeter Schnee und boten gute Wintersportmöglichkeiten.

Die Westheimer Statistik sagt, dass in den letzten 28 Jahren nur dreimal im Februar noch länger Schnee lag. Melber stufte keinen einzigen Februartag als heiter ein. An fünf Tagen legte sich Nebel über das Land und am 7. Februar gab es ein kurzes Wintergewitter.

Auf der Wetterwarte Stötten (734 Meter über dem Meersspiegel), wo Martin Melber amtlicher Beobachter für den Deutschen Wetterdienst ist, schien die Sonne im Februar nur ganze 26,4 Stunden. Es war der zweitsonnenscheinärmste Februar seit 1946.

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