1,16 Millionen Euro im Topf

Obersontheim und Mittelfischach sind schon erfolgreich saniert worden, jetzt sind Untersontheim und Ummenhofen an der Reihe. Private, die Räume modernisieren wollen, können auch Förderung beantragen.

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Innerhalb des Sanierungsgebietes, das gut 21 Hektar umfasst, liegen die historischen Ortskerne der beiden Dörfer mit einigen landwirtschaftlichen Anwesen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Die Voruntersuchungen des Ingenieurbüros Steg zeigten, dass von den 156 Hauptgebäuden im Gebiet gut die Hälfte Wohnhäuser sind.

Acht Gebäude stehen leer - eine durchaus im Rahmen liegende Zahl, wie der Steg-Projektleiter Ralph Jaeschke den Gemeinderäten in der jüngsten Sitzung mitteilte. Rund 60 Prozent der Gebäude sind nach 1950 erbaut worden. Ein relativ junger Bestand, der aber zu 42 Prozent erhebliche Mängel aufweist, so der Ingenieur. Besonders deutlich sind die Mängel bei der Wärmedämmung.

Generell ist die Einstellung der Befragten positiv gegenüber der Sanierung. Fast zwei Drittel der 109 privaten Eigentümer, die die Steg befragt hatte, schickten ihren Fragebogen ausgefüllt an das Planungsbüro zurück. Immerhin ein gutes Drittel möchte seine Immobilie mit der Hilfe des Sanierungsprogramms modernisieren.

Auch die Gemeinde kann das Programm nutzen, um zum Beispiel den Bereich Roßhofstraße/Einfahrt Hagenrain (Untersontheim) zu gestalten, eigene Gebäude wie den Farrenstall zu sanieren, die Ortseingänge ansprechender anzulegen und gefährliche Verkehrsstellen in der Stegwiesenstraße (Untersontheim) zu beheben. Ziel der Sanierung ist, den Wohnbestand zu sichern und aufzuwerten sowie die Ortskerne wieder zu beleben.

Insgesamt stehen 1,166 Millionen Euro an Fördergeld zur Verfügung, 700000 Euro vom Land, der Rest von der Gemeinde. Beantragt hatte die Gemeinde einen um rund 340000 Euro höheren Betrag.

Jaeschke empfahl der Gemeinde, die Sanierung so weit, bis das Geld verbraucht ist, voranzutreiben und danach einen Aufstockungsantrag zu stellen. Die Aussichten, dass er bewilligt werde, seien dann recht gut, denn Obersontheim habe im Regierungspräsidium einen guten Ruf, meinte er.

Privatleute können für die Modernisierung von Wohngebäuden mit maximal 27 Prozent, bei gewerblich genutzten Gebäuden mit höchstens 22,5 Prozent Förderung rechnen. Der Abbruch von Gebäuden wird zu 100 Prozent gefördert. Bei einem anschließenden Neubau wird der Gebäuderestwert ebenso erstattet. Das deckt sich mit den Fördersätzen in Obersontheim und Mittelfischach.

Jaeschke wies darauf hin, dass die Sanierung eines Gebäudes umfassend sein muss, was in der Regel bedeutet, dass mindestens drei Gewerke beteiligt sind.

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