1000 Tonnen Aushub pro Tag

Die Auffüllung des Steinbruchs Wilhelmsglück beschäftigt den Michelbacher Gemeinderat heute Abend. Die Bahn will dort Stuttgart-21-Aushub entsorgen. Bürgermeister Dörr berichtet über den Sachstand.

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Die Zahlen beeindrucken: Zwei lange Güterzüge mit jeweils 1000 Tonnen Aushub des Bahnprojekts Stuttgart 21 in 80 Containern will die Bahn täglich nach Wilhelmsglück rollen lassen. Im alten Bahnhof soll die Baufirma Leonhard Weiss die 25 Tonnen schweren Container auf LKW umladen und in den Steinbruch bringen.

Die Zahlen machen aber auch Angst: Die Anwohner in Hirschfelden rechnen mit enormem Rangierlärm. "Wir befürchten, dass die Züge mitten in der Nacht ankommen", erklärt Michelbachs Bürgermeister Werner Dörr. Die Gemeinde hat vorsorglich einen Rechtsanwalt eingeschaltet.

Denn zu melden hat die Gemeinde beim immissionsrechtlichen Genehmigungsverfahren nichts - nicht einmal das Einvernehmen des Gemeinderats ist gefordert. Lediglich eine Stellungnahme hätte die Gemeinde bis zum 25. Februar abgeben dürfen. Dörr hat nun eine Nachfrist erwirkt. Die Begründung: Wesentliche Informationen, zum Beispiel über die Fahrtzeiten der Züge oder des Rangierbetriebs, liegen nicht vor. Die Gemeindeverwaltung hält an Rangierzeiten zwischen 7 und 18 Uhr fest. Eine neue Frist hat das Landratsamt noch nicht festgelegt. Gegebenenfalls will Bürgermeister Dörr zuvor zu einer zusätzlichen Gemeinderatssitzung einladen.

Info Die Sitzung des Gemeinderats findet heute Abend ab 19.30 Uhr im Feuerwehrmagazin statt.

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