100 Anschlüsse müssen her

In Bubenorbis haben die Gemeinde und ein Internetprovider über den Anschluss ans schnelle Internet informiert. Mindestens 100 neue Anschlüsse müssen bestellt werden, damit es klappt.

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Ein Jugendlicher surft mit seinem Laptop im Internet. Eine schnellere Anbindung soll es in Bubenorbis geben: Mindestens 100 der rund 270 Haushalte müssen eine Bestellung aufgeben, nur dann wird der Ort angeschlossen. Foto: dpa

Im Mainhardter Teilort Bubenorbis fehlt es bis jetzt noch an der schnellen Internetverbindung. Noch in diesem Jahr soll es besser werden. Am vergangenen Montagabend fand zum Ausbau des Breitbandnetzes eine Informationsveranstaltung im Bürgerhaus in Bubenorbis statt. Bürgermeister Damian Komor stellte mit zwei Vertretern des Internetproviders sdt.net aus Aalen (Christoph Mühleisen und Marvin Bucharz) das Projekt vor. Die Planungen des Projektes haben bereits 2009 begonnen.

Als einer der ersten Schritte gab es eine Umfrage in Bubenorbis und eine Marktanalyse. Das Ergebnis: Die Befragten halten eine kabelgebundene Internetanbindung für die beste Lösung. Mit einer solchen Verbindung sind Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 50 Mbit/s möglich. So kann bis zu 780-mal schneller im Netz gesurft werden als bisher.

Die Gemeinde konnte die Firma sdt.net als Anbieter gewinnen, freute sich Damian Komor. Auch die Leerrohre für die neue Kabelanbindung seien bereits verlegt. Für die Gemeinde sei es keine leichte Aufgabe gewesen, einen geeigneten Anbieter zu finden. Der ländliche Raum sei für die Anbieter wirtschaftlich eher weniger interessant, da die Bereitstellung der Infrastruktur relativ kostenintensiv sei. Darunter fällt auch Bubenorbis mit seinen rund 270 Haushalten. Doch die zukunftssichere Internetanbindung spiele bei der Wohnortentscheidung eine bedeutende Rolle, betont Bürgermeister Komor. Das sei einer der Gründe, warum die Anbindung mit Glasfaser erfolgen soll.

Das Aalener IT-Unternehmen sdt.net bietet den Bewohnern aus Bubenorbis verschiedene Pakete an. Um die Investitionskosten der Firma zu decken, seien jedoch mindestens 100 Anschlüsse erforderlich. Nur dann könne auch ein attraktiver Preis für die Nutzer angeboten werden, sagten die Firmenvertreter. Neben einem Basispaket offeriert std.net auch Erweiterungsoptionen. Weiter bietet der Provider seinen Kunden Unterstützung beim Anbieterwechsel, bei Kündigung von Verträgen sowie bei der Rufnummernübernahme an. Ebenso bei der Installation der neuen Anschlüsse. Auch an Firmenkunden wurde gedacht.

Mühleisen und Bucharz von sdt.net versicherten den Zuhörern, dass die Schnelligkeit der Übertragung stets gleiche Qualität und Leistung habe - ganz gleich wie viele der Nutzer zeitgleich im Internet surften. Allein die Entfernung vom Kabelverteiler zum Anschluss sei maßgebend.

Bürgermeister Komor betonte die Chance, die sich durch die Zusammenarbeit mit dem Internetanbieter ergebe. Er wies auch auf die Folgen hin, sollten nicht ausreichend Bestellungen zusammenkommen: So müsse nochmals ein Ausschreibeverfahren eingeleitet werden, verbunden mit dem Risiko, keinen Anbieter zu finden, warnte Komor. Dies bedeutete gleichzeitig eine Verschiebung der Breitkabelanbindung um mindestens drei Jahre.

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