Kein Geld für geplanten Umbau
Kirchberg/Jagst. Die Zukunft des Württemberger Hofs in Kirchberg beschäftigt Gemeinderat und Verwaltung seit mehreren Jahren. Ein erster zur Genehmigung eingereichter Umbauantrag soll überarbeitet werden.
Das Konzept des bisherigen Bauantrags sah eine gemischte Nutzung der Räumlichkeiten vor, die im öffentlichen Bereich das Jugendcafé beinhaltet, in einem Teil Vereinsräume für den Förderkreis Künstlerischer Tanz sowie im gewerblichen Teil Räume für Existenzgründer und eventuell Wohnnutzung. Vorgesehen war auch der Umbau beziehungsweise die Verlegung des Treppenhauses in einen Anbau mit Aufzug.
Die letzte Kostenermittlung für diese Variante ging von Kosten in Höhe von mindestens 1,5 Millionen Euro aus. Angesichts der finanziellen Situation der Stadt Kirchberg wurden die Maßnahmen nochmals diskutiert und weitere in Frage kommende Varianten für die Zukunft des Württemberger Hofs unter Berücksichtigung der möglichen Zuschüsse beleuchtet.
Dabei wurde klar, dass sich Kirchberg momentan die bisher zur Genehmigung eingereichte Variante nicht leisten kann. Keine Maßnahmen durchzuführen, hätte allerdings zur Folge, dass das Gebäude über kurz oder lang abgerissen werden müsste. Diese Variante kommt jedoch zum einen wegen der anfallenden Abrisskosten nicht in Frage, zum anderen aufgrund der Folgekosten für erforderliche Ersatzräume, zumindest für das Jugendcafé. Der Gemeinderat hat daher beschlossen, die bisherige Planung nicht weiterzuverfolgen. Die Verwaltung wurde beauftragt, den Antrag für die baurechtliche und denkmalschutzrechtliche Genehmigung zur Sanierung des Württemberger Hofs einzureichen. Bei voraussichtlichen Sanierungskosten von etwa 1 Million Euro und einem Zuschuss von insgesamt 600 000 Euro ist die Maßnahme auch bei angespannter Haushaltslage wirtschaftlich darstellbar und stellt eine gute Lösung für die Zukunft des ortsbildprägenden Gebäudes Württemberger Hof dar. Die endgültige Entscheidung wird der Gemeinderat treffen, wenn die baurechtlichen Vorgaben geklärt sind und die Kosten im geschätzten Rahmen bleiben. pm
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10.03.2010
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