Narren lösen Versprechen ein

Gerabronn wird zur Filiale des rheinischen Frohsinns

Gerabronn.  In ein "Schlaraffenland für Narren" wollten die Gerabronner ihre Stadt verwandeln. Das Versprechen wurde mit einem Pferdemarkt wie aus dem Bilderbuch eingelöst und von Tausenden Besuchern goutiert.

Wenn Peter Ebenhöch spätestens bei der dritten, vierten Kapelle in der "Narrenkurve" vor dem alten Gerabronner Rathaus mit dem Fuß zur Musik wippt, dann ist das ein untrügliches Zeichen.

Nämlich dafür, dass der kommunale Organisator des Gerabronner Pferdemarktes mit der (stets erstaunlichen) Verwandlung des alten Oberamtsstädtchens in eine kleine, aber feine Filiale des rheinischen Frohsinns wieder einmal sehr zufrieden ist und alles wie am Schnürchen klappte.

Gut 40 Gruppen brachten gestern nach der eher ernsten Prämierung von 76 Rössern einen Hauch des Karnevals in Mainz, Köln oder Düsseldorf in einen Landesteil von Hohenlohe, wo aus protestantischen Gründen weithin eine nicht gerade überschäumende Begeisterung für Karneval & Co. herrscht. Da bietet Gerabronn einmal im Jahr die offenbar hoch willkommene Gelegenheit, das närrische Zepter in aller Öffentlichkeit zu schwingen - allen voran das diesjährige Prinzenpaar Anja Weinmann und Heiko Dittmann.

Die Moderatoren Werner Pfeiffer, Uwe Miesner, Bettina Muche und Stefanie Korder stellten dem durchweg gut gelaunten Publikum entlang der Strecke durch die Stadt einen farbenprächtigen Umzug vor, der sich zum Großteil wohltuend auf Lokalkolorit beschränkte und übrigens völlig wulff-frei daherkam.

Mit ihrer Kreativität beim Wagenbau sicherte sich das Duo TSV Gerabronn/Surfclub mit ihrem "fahrenden Volk" den ersten Platz bei der Bewertung, gefolgt von den pfiffigen Ideen der Teilorte Ober- und Unterweiler zum geplanten Kreisverkehr mitten in Gerabronn und dem mobilen Tante-Emma-Laden aus Seibotenberg.

Bei den Nachwuchs-Narren ging der erste Preis an die "Baumeister" des Kindergartens "Alte Post", auf Platz 2 kam die 3. und 4. Klasse der Grundschule Gerabronn mit ihrem Ausflug in das "Schlaraffenland" und Rang 3 sicherten sich letztlich die "Mäusefänger" des Kindergartens "Zeppelineck".

Verleihung der närrischen Orden


76 Rösser beim Pferdemarkt bewertet


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Autor: HARALD ZIGAN | 22.02.2012

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