Nah ans Schweinchen
Kirchberg. Aus ganz Deutschland sind Freunde des Boulespiels zum 17. Kirchberger Boule-Turnier im barocken Hofgarten angereist. Mit über 25 Spielbahnen gilt er als eine der schönsten Anlagen Baden-Württembergs.
Auf allen Wegen und Plätzen des ehemals fürstlichen Lustgartens flogen und rollten die silbernen Kugeln dem "Schweinchen" entgegen. Der kleinen rosaroten Kugel am nächsten zu kommen, war das Ziel für die 52 Mannschaften aus Zweierteams, die in der Vorrunde gegeneinander antraten.
Unter den 12- bis 78-jährigen Turnierteilnehmern waren auch etliche Verbandsspieler, wie Helga und Klaus Zimmermann von der "Ersten Münchener Kugelwurfunion". Das Ehepaar hatte im letzten Jahr seinen Urlaub in Kirchberg verbracht und war von der Spielgemeinschaft "Boule im Hofgarten" gleich zum Mitspielen eingeladen worden. Dieses Jahr waren die beiden zufällig in der Region und schauten wieder im Hofgarten vorbei. "Die Boule-Kugeln haben wir immer dabei", sagte Helga Zimmermann und freute sich mit ihrem Mann, dass sie just richtig zum Bouleturnier gekommen waren. Beide schwärmten vom "herrlichen Ambiente, das fast so schön ist wie im Münchener Hofgarten", wo sie sonst ihre Kugeln werfen.
Ganz aus dem Norden der Republik war Florian Haller vom Bouleclub "Energie Eimsbüttel" angereist. Er liebt besonders die von vielen Hobbyboulern geschmähten Schotterwege, "wo sich die Spreu vom Weizen trennt". Auf dem groben Untergrund lässt sich die Kugel kaum exakt an das Schweinchen heranrollen; hier gilt es, mit einem gezielten "Königsschuss" die gegnerische Kugel wegzuschießen und die eigene an deren Stelle zu setzen. Mit seiner "Surface"-Technik hat es der gebürtige Kirchberger mit seinem Partner Robin Mäder aus Stuttgart auf den dritten Platz geschafft.
Einen weiteren dritten Platz belegten Jörg Matzke und Markus Stoiber aus Kirchberg, und auch der zweite Preis blieb im Städtchen bei Anna und Robert Schmidt-Denkler. Die beiden Wanderpokale in Gestalt eines getöpferten Boulespielerpaars wurden nach Schwäbisch Hall an Heinrich Tewald und Peter Otrembka aus Öhringen vergeben.
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Autor: HARTMUT VOLK | 02.08.2010
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Konzentriert und entspannt zugleich gings am Samstag beim 17. Kirchberger Boule-Turnier im barocken Hofgarten zu. Foto: Hartmut Volk
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Kommentare (3)
Surface-Technik
was heißt hier innovation?! ich selbst spiele mit der surface-technik nun schon einige jahre sehr erfolgreiches boule. das diese technik die spreu vom weizen trennt, wie es in dem artikel heißt, kann ich nur bestätigen.Surface-Technik
Die Hallersche Surface-Technik wird den Boulesport in den nächsten Jahren auf ein anderes Niveau heben. Die Auswirkungen dieser genialen Innovation können gar nicht unterschätzt werden. Vergleichbar allenfalls mit dem V-Stil im Skisprung oder dem Fosbury Flop im Hochsprung.Surface Technik
Die Hallersche Surface-Technik wird den Boulesport in den nächsten Jahren auf ein neues Niveau heben.