Taubenmarkt in Wiesenbach

Hunde stehlen Tauben die Show

Wiesenbach.  Tierisch was los: Tausende Besucher sind am Wochenende nach Wiesenbach zum Taubenmarkt geströmt. Im Mittelpunkt standen dabei aber weniger die Tauben, sondern vielmehr sieben Hunde.

Der Wiesenbacher Taubenmarkt hat manches von einem Krämermarkt, etwas von einem Flohmarkt, ein bisschen von einem Hobby-Handwerker-Markt - und einfach viel von einem Ort, der sich von seiner besten Seite präsentiert. Auch nach 66 Jahren hat der Taubenmarkt nicht an Anziehungskraft verloren - im Gegenteil. Einige Tausend Besucher waren am vergangenen Wochenende wieder in dem Teilort der Gemeinde Blaufelden unterwegs. "Wir kommen immer wieder sehr gerne hierher", sagten beispielsweise Kurt und Giesela Kandert, aus Rothenburg .

Zu sehen gab es für die beiden Franken und die zahlreichen anderen Besucher jedenfalls einiges. Vor allem am Sonntag zeigte der Ort, was in ihm steckt. Beispielsweise boten in der Lötholzhalle Hobbyhandwerker und -künstler selbst gemachte Körbe, Schmuck und unzählige andere schöne Dinge feil. Beim Autohaus Model zeigte ein Künstler, welche Figuren mit einer Motorsäge aus einem Baumstamm entstehen können, und im örtlichen Kindergarten wurden die jüngsten Besucher bestens betreut - zum Beispiel beim Kinderschminken oder am Basteltisch.

Durch ganz Wiesenbach unterwegs waren die drei Sechstklässler Felix Winterhalder aus Blaufelden, Jens Renner aus Blaubach und Manuel Schmidt aus Mittelbach. Für ihre Schullandheimkasse verkauften die Schüler der Blaufelder Haupt- und Realschule Lose. "Wir machen das schon gerne, für uns ist das keine wirkliche Arbeit", erklärten die drei Buben.

Für den größten Publikumsmagneten sorgte die Firma Bosch Tiernahrung, die eigens eine "Dog-Frisbee-Show" vom Ruhrpott nach Wiesenbach geholt hatte. "Wir machen das nun schon seit etwa vier Jahren", verriet Teammitglied Marion Albers. "Bei unserer Aufführung verbinden wir Showelemente und eine Choreografie mit dem Hundefrisbee-Sport. Damit ist unsere Show europaweit einzigartig", ergänzte Teamkollege Michael Bechte. Mit sieben Hunden und zwei weiteren Teammitgliedern waren die beiden angereist. Das Publikum dankte es ihnen mit stürmischem Applaus.

Erst zum zweiten Mal präsentierte sich die Firma Bosch im Rahmen des Taubenmarktes der Bevölkerung aus der Umgebung und öffnete die Tore zu einer ihrer Hallen. Die Menschen nahmen die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des in die ganze Welt exportierenden Unternehmens zu werfen, begeistert an. "Wir wollen, dass Bosch als Firma und Marke erlebbar wird", erklärte Achim Friedel, Verkaufsleiter für die Bereiche Zucht und Leistung.

In einer Führung erklärte Lagermitarbeiter Kai Hemmersfeld dem interessierten Publikum, wie in der Fabrik gearbeitet wird und berichtete zudem allerlei Wissenswertes über die Firma Bosch. "Das Interesse an der Firma ist sehr groß, wir wollen das für die Zukunft fest etablieren", verriet er im Gespräch mit dem HT.

Und groß war das Interesse nicht nur an der Firma Bosch - sondern an ganz Wiesenbach mit seinem Taubenmarkt.


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Autor: MICHAEL STRÖBEL | 17.01.2012

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