Ein Aufzug erleichtert die Pflege
Stimpfach. Stefanie Kleinke und ihre Mutter Maria Kleinke haben es künftig einfacher: Ein Aufzug, der in ihrem Haus in Stimpfach beide Stockwerke verbindet, erleichtert ihnen die Pflege dreier schwerstbehinderter Kinder.
Seit 14 Jahren kümmert sich die gelernte Kinderpflegerin Stefanie Kleinke um Pflegekinder. Mit ihrer Mutter zieht die 36-Jährige drei Kinder im Alter von sechs, 13 und 15 Jahren groß, die alle auf den Rollstuhl angewiesen sind. Mit zwei von ihnen hat die Mutter vor einiger Zeit das Erdgeschoss bezogen - und damit stand die Familie vor einem Problem. Das Bad im Erdgeschoss eignet sich für einen behindertengerechten Umbau, das Treppenhaus ist für einen Treppenlift zu eng. Der Weg ins Bad führte deshalb nur über die Straße, über die das Obergeschoss des an einem Hang gelegenen Hauses erreichbar ist.
Jetzt aber sind beide Stockwerke mit einem senkrechten Aufzug zwischen Terrasse und Balkon verbunden, und das verdanken Kleinkes der Aktion Drachenkinder des Ulmer Privatsenders Radio 7, der Ernst-Prost-Stiftung und der Satteldorfer Firma Leonhard Weiss. Während die Aktion Drachenkinder und die Ernst-Prost-Stiftung mit jeweils 7500 Euro die Finanzierung des Aufzugs ermöglicht haben, steuerte die Firma Leonhard Weiss ganz praktische Arbeit bei. Weiss-Mitarbeiter haben in einer kurzfristig anberaumten Aktion das Fundament für den Aufzug errichtet, den Bordstein abgesenkt und Pflaster verlegt. Den Stein ins Rollen gebracht hatte Lotte Blum, die sich als Krankengymnastin um die behinderten Kinder kümmert. Sie hatte die Idee, bei der Aktion Drachenkinder um Hilfe zu bitten.
Info Die Ernst-Prost-Stiftung für unverschuldet in Not geratene Menschen wurde von dem Unternehmer Ernst Prost ins Leben gerufen, dem Inhaber der Mineralölfirma Liqui Moly. Sie ist mit einem Grundstock von 500 000 Euro ausgestattet.
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Autor: ERWIN ZOLL | 07.11.2011
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Um den Aufzug sind versammelt (von links): Ernst Prost, Kerstin Thiele von der Ernst-Prost-Stiftung, Stefanie Kleinke, Oberbauleiter Erich Herrmann von der Firma Leonhard Weiss, Sibylle Merx, die Projektleiterin der Aktion Drachenkinder, Ralf Wiesdorf von der Firma Böcker, die den Aufzug gebaut hat, und die Krankengymnastin Lotte Blum. Foto: Erwin Zoll
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