Zwölf Millionen fürs Bauen - "Angespannte Lage"

Was in Berlin (inzwischen) möglich ist, geht in Crailsheim nicht (mehr): die schwarze Null im Haushaltsplan. Der Etatentwurf für 2015 sieht eine Neuverschuldung von mehr als vier Millionen Euro vor.

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  • Der Neubau des Nachklärbeckens im Klärwerk kostet drei Millionen Euro. Archivfoto: Andreas Harthan 1/4
    Der Neubau des Nachklärbeckens im Klärwerk kostet drei Millionen Euro. Archivfoto: Andreas Harthan
  • Die Erschließung des Gewerbegebietes "Südost III" in Ingersheim wird fortgesetzt. 2/4
    Die Erschließung des Gewerbegebietes "Südost III" in Ingersheim wird fortgesetzt. Foto: 
  • Flurbereinigungsverfahren im Stadtgebiet werden 2015 mit 480 000 Euro bezuschusst. Archivfoto: Kiehl 3/4
    Flurbereinigungsverfahren im Stadtgebiet werden 2015 mit 480 000 Euro bezuschusst. Archivfoto: Kiehl
  • Die Fassade des Torbogengebäudes in der Burgbergsiedlung wird ausgebessert. Archivfoto: Rupp 4/4
    Die Fassade des Torbogengebäudes in der Burgbergsiedlung wird ausgebessert. Archivfoto: Rupp
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Kein Wunder also, dass Oberbürgermeister Rudolf Michl in der jüngsten Gemeinderatssitzung bei der Einbringung des Haushaltsplanentwurfs von einer "angespannten finanziellen Lage" sprach. Finanzbürgermeister Harald Rilk fasste den Sachverhalt in Zahlen: 2015 beläuft sich die Netto-Neuverschuldung auf mehr als 4,2 Millionen Euro und auch in den kommenden Jahren muss die Stadt mehr Schulden machen, als sie tilgen kann. Die Konsequenz: Der Schuldenberg könnte bis 2018 auf bis zu 47 Millionen Euro anwachsen. Derzeit hat die Stadt Schulden in Höhe von 24,5 Millionen Euro. Was seit 2011 nicht mehr der Fall war, nämlich eine Netto-Neuverschuldung, wird also ab 2015 wieder zum Alltag, weil die Ertragskraft des Haushaltes einfach zu gering ist.

Immerhin: Im kommenden Jahr sind fast zwölf Millionen Euro für Investitionen vorgesehen. Das ist fast so viel Geld, wie in diesem Jahr ausgegeben wird. In seiner Haushaltsrede listete Erster Bürgermeister Rilk die großen Vorhaben auf. Das größte von allen ist die Erweiterung des Klärwerks. Dort werden 2015 für den Neubau des Nachklärbeckens und die damit verbundene Verlegung des Gasspeichers drei Millionen Euro benötigt. Insgesamt werden in den kommenden Jahren elf Millionen Euro gebraucht, um die Kläranlage auf Vordermann zu bringen.

Mit jeweils mehr als einer Million Euro schlagen nächstes Jahr der Neubau einer Mensa am Lise-Meitner-Gymnasium und die Erweiterung des Gewerbegebietes "Südost" in Ingersheim zu Buche. Rund eine Million Euro müssen für ein Neubaugebiet auf dem Roten Buck aufgebracht werden, und auch auf dem Sauerbrunnen und in Wittau wird Baugelände erschlossen.

Größere Posten sind auch die erste Rate für die neue Halle in Jagstheim (700.000 Euro) und der Bestattungspark auf dem Hauptfriedhof (360.000 Euro). Der Anschluss von Triensbach an das Crailsheimer Klärwerk ist mit 560.000 Euro angesetzt und für die Umsetzung von Maßnahmen aus dem Radwegekonzept sind 350.000 Euro eingeplant. Für den Bau einer Großküche zusammen mit dem Landkreis im neuen Krankenhaus ist eine erste Rate in Höhe von 500.000 Euro vorgesehen und im Rahmen der Konversion sind für Gebäudesanierungsmaßnahmen in der Burgbergsiedlung 410.000 Euro erforderlich. Die Flurbereinigungsverfahren in Jagstheim, Westgartshausen und Goldbach werden mit 480.000 Euro gefördert. Und auch für die Feuerwehr muss Geld ausgegeben werden - 660.000 Euro sind es insgesamt. Größte Einzelmaßnahme ist ein neues Fahrzeug für die Abteilung Roßfeld.

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