Zweigstelle der Fränkischen Werkstätten feierlich eingeweiht

In der Zweigwerkstatt der Fränkischen Werkstätten gibt es auf mehr als 1000 Quadratmetern viel Platz für Menschen und Maschinen. Die neue Werkstatt ist in einer Halle der Firma Pall untergebracht.

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Werkstattleiter Bernd Otter (rechts) stellt die neuen Räume vor. Nikolaus Bucher von der Agentur für Arbeit, Sozialdezernent Thomas Haag, Jürgen Schlepckow, Vorstand der Samariterstiftung, Architekt Ulrich Schoch und Frank Silbermann, Dienststellenleiter Samariterstift Obersontheim (von links).  Foto: 

Eine großzügige Werkstatt mit viel Licht, einer Kantine und weiteren Räumen wurde am Dienstagnachmittag feierlich eingeweiht. Es soll den Menschen mit Behinderung, die bei den Fränkischen Werkstätten arbeiten, mehr geboten werden als ein angenehmer Arbeitsplatz. "Wir Samariter freuen uns über die neue Werkstatt", sagte Jürgen Schlepckow, Vorstand Eingliederungshilfe der Samariterstiftung. "Wir sind hier mitten in einem Umfeld von Top-Firmen. Das ist gut, denn die Arbeit, die wir machen, ergänzt sich mit der Arbeit, die in unseren Nachbarfirmen gemacht wird."

Die alte Werkstatt mit einer Metall-, Montage- und Verpackungsgruppe in der Flügelau 61 ist nur einen Steinwurf vom neuen Domizil auf dem Gelände der Firma Pall entfernt. "Ein Riesenvorteil", findet Frank Silbermann, Leiter des Samariterstifts Obersontheim, dem Stammsitz der Stiftung im Landkreis. "Wir haben eigentlich nur angefragt, ob wir einige Parkplätze bekommen können. Darüber hinaus erhielten wir das Angebot, ein Werkstattgebäude zu mieten", berichtete Silbermann. Architekt Ulrich Schoch plante den Umbau der 730 Quadratmeter großen Werkstatt und des 340 Quadratmeter großen Bereichs mit Kantine, Sanitär- und Sozialräumen. Die Samariter-Stiftung finanzierte das Projekt.

Kärcher, Schubert und Mahle sind Kunden

Vier Arbeitsgruppen aus den Werkstätten Schulstraße und Flügelau 61 finden hier ein an ihre Bedürfnisse angepasstes Arbeitsumfeld. Die in der alten Werkstatt produzierten Linearförderer werden in der neuen Halle montiert und verpackt. Zu den Kunden der Werkstatt zählen Unternehmen wie Kärcher, Rex, Elabo, Schubert und Mahle.

Die Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim fördert in ihrem Bezirk insgesamt 15 Werkstätten, in denen 203 Menschen arbeiten. "In diesen Werkstätten findet eine auf die individuellen Bedürfnisse der behinderten Menschen ausgerichtete Förderung statt, die in Einzelfällen auch in den allgemeinen Arbeitsmarkt führt", sagte Nikolaus Bucher von der Agentur für Arbeit.

Sozialdezernent Thomas Haag erinnerte daran, dass der Teilhabeplan für Menschen mit seelischer Behinderung, den der Kreistag im Sommer einstimmig verabschiedet hatte, eine Förderung der Wahlfreiheit und Durchlässigkeit zwischen Werkstatt und Regelarbeitsmarkt vorsehe. Von Überlegungen, die Werkstätten abzuschaffen, halte er jedoch nichts. "Ich bin sicher, dass die Werkstätten auch weiterhin ein wichtiges Instrument im Orchester der Teilhabe am Arbeitsleben sein werden", so Haag.

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