Zehn Lehrkräfte verlassen Schule

Einen großen personellen Umbruch erlebt die Realschule am Karlsberg. In ihrer letzten Dienstbesprechung als ebenfalls scheidende Rektorin verabschiedete Gerlinde Litak gleich zehn Lehrkräfte der Schule.

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Sie alle verlassen die Realschule am Karlsberg als Lehrkräfte (von links): Franz Fuchs, Werner Blumenstock, Sina Stuber, Günther Hellenschmidt, Rektorin Gerlinde Litak, Werner Branke und Gertrud Biermann vor dem RaK-Bus.  Foto: 

Nicht nur vier Referendare und die Schulsozialarbeiterin scheiden mit Schuljahresende aus, auch für fünf langjährig tätige Kollegen, die zusammen 172 Dienstjahre an der RaK verbracht haben, trifft dies zu. Ihnen galt daher auch die Laudatio der Rektorin, die dazu den Witz zitierte: "Immer mehr Pensionäre verschwinden im Internet. Sie haben Alt plus Entfernen gedrückt."

Gertrud Biermann, seit 1976 an der Schule, begleitete als Englisch-Lehrerin über 2000 Schüler über den Ärmelkanal zu den von ihr organisierten Studienfahrten nach England. Ihr Herz schlägt aber genauso für die Schulpartnerschaft mit der Primary School in Lesoit (Tansania), wohin allein durch die jährliche Spendenaktion der Realschule schon mehr als 20 000 Euro geflossen sind. Auch nach ihrem Ruhestand widmet sie sich der Betreuung des Schulkunstarchivs im Kultusministerium, einem weltweit einmaligen Dokumentationsprojekt. Ihre Liebe zur Kunst ist im Innern des Schulgebäudes präsent.

Werner Blumenstock hat sich vom Grund- und Hauptschullehramt zielstrebig dem Aufbaustudium als Realschullehrer zugewandt und sich zum langjährigen Beratungslehrer weiterqualifiziert. Neben den studierten Fächern Biologie und Chemie unterrichtete er auch Geschichte und EWG.

Mit Werner Branke verlässt ein ehemaliger Realschüler die RaK, dessen berufliche Laufbahn nach Stationen bei der Mädchenrealschule St. Gertrudis in Ellwangen und in Stuttgart schließlich 1992 zurück an seine ehemalige Schule führte. Sein Tätigkeitsfeld umfasste auch die Tätigkeit des ehrenamtlichen Diakons. Seine seelsorgerlichen Fähigkeiten zeigten sich gerade durch diese Doppelfunktion nicht nur in der Gestaltung vieler Schülergottesdienste, sondern stets auch in einem von Wertschätzung geprägten Bild seiner Schüler. Außerdem oblag ihm die Fachleitung für katholische Religion.

Schulsozialarbeit inzwischen fast unersetzlich

Günther Hellenschmidt war an der Realschule neben seinen Fächern Biologie und Mathematik maßgeblich für die Förderung des Schulsports zuständig. Von der Talentsuche und gezielten Förderung betreute er als Beauftragter für Tischtennis Schülermannschaften bei "Jugend trainiert für Olympia" und Landesmeisterschaften sehr erfolgreich. Zuletzt machte er die Aktion "Schüler helfen Schülern" zu einem wichtigen Standbein der schuleigenen Förderung.

Mit Franz Fuchs verliert die Realschule nicht nur den dienstältesten Kollegen, sondern auch den "Olymp der Beständigkeit". Kompetent, begeisterungsfähig und den Schülern zugewandt führte er 2014 seine 20. Abschlussklasse in die Prüfung. Fuchs verwaltete viele Jahre lang den Lernmittelbestand der Schule. Für Handwerks- und Industriebetriebe, Kooperationspartner, die Agentur für Arbeit und Berufsschulen war er in seiner Funktion als Beauftragter für die Berufsorientierung an der Realschule Ansprechpartner und Koordinator zugleich.

Eine inzwischen unersetzlich gewordene Funktion übte vier Jahre lang Sina Stuber aus, die erste Schulsozialarbeiterin an der Realschule am Karlsberg und für 750 Schüler wichtige Ansprechpartnerin. Sie erkannte, welche Bedürfnisse an der Schnittstelle zwischen Unterricht und sozialen Schwierigkeiten vorhanden sind. Sie verglich ihre Arbeit oft mit einem Hühnerstall: Hühner einfangen und ihnen in vielen Einzelberatungen gut zureden. Sie wird künftig in Bad Mergentheim eine Stelle in der Kinder- und Jugendpsychiatrie antreten.

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