Yakoto singt zum Kuwo-Abschluss auf dem Marktplatz

Wie immer beginnt das Sonntagsprogramm des Kulturwochenendes mit einer spritzigen Matinee. Dieses Jahr spielt die Big Band Schwäbisch Hall unter der Leitung von Armin Scheibeck auf dem Marktplatz.

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Die auch in Deutschland lebende Souldiva Y'akoto beschließt mit ihrem Konzert am Sonntagabend das Kulturwochenende.  Foto: 

Das Repertoire der Band reicht von Jazz über Swing bis hin zu hervorragend arrangierten Stücken jeglicher Musikrichtung im satten Big-Band-Sound. Schon am Sonntagmittag ist allerhand geboten in der Stadt. Sehr amüsant ist der Walk-Act mit der Reiterstaffel "Les Goulus". Drei elegante französische Reiter zeigen, wie sie für die nächsten Olympischen Spiele trainieren. "Les Goulus oder Les Horseman" sichert sich als französische Nationalequipe auf dem Weg zu Olympia auf jeden Fall Gold in Sachen Publikumssympathie. Komik und schauspielerische Leistung machen ihre Auftritte zu unvergesslichen Erlebnissen.

Natürlich gibt es auch viele Veranstaltungen für Kinder. Fetzige Rockmusik, grooviger Rap, witzige Texte, das kann nicht nur Donikkl, das haben auch die "Blindfische" drauf. Verpackt in eine tolle Show mit turbulenten Geschichten, haben Kinder - und auch Erwachsene - ihren großen Spaß. Andi Steil (Gesang, Schlagzeug, Perkussion), Rolf Weinert (Gesang, Bass, Gitarre), Roland Buchholz (Gesang, Gitarre, Bass) aus Oldenburg sind "Die Blindfische" und präsentieren eine frische Mischung aus Musik, Comedy und Theater. Zwischendrin sollte man sich immer mal wieder die Damen vom "El Trio Chikiboom" anhören und unbedingt auch Gregor Wollny anschauen, die beide schon am Samstag auftreten. Ruhiger und besinnlicher wirds auf jeden Fall am Sonntagnachmittag bei den Moritaten von Jörg Mast im beschaulichen Stadtgraben.

Und was ist am Sonntagabend geboten? Großes! Auf den Spuren großer Vorbilder wie Nina Simone und Billie Holiday markierte das Debütalbum Babyblues der 23-jährigen Sängerin Yakoto den ersten Schritt auf dem Weg nach oben. Das Album schaffte es auf Anhieb in die Top 20 der Charts. Die Zeitschrift Vogue nennt Yakoto eine "Lichtgestalt". Für den Fernsehsender Arte ist sie eine musikalische Sensation. Von MTV wird Yakoto bereits als nächste große Souldiva gefeiert. Auch die Süddeutsche Zeitung ist beeindruckt: "Seele! Aufregend abgründig. Mit Yakotos Debütalbum zeigt sich deutscher Soul endlich wieder ungeschliffen. Aufregend wird es durch das Verschattete, das hier und da in ihrer Musik aufscheint: ein Anflug von Dunkelheit und Schmerz, wie im autobiografischen Titelsong des Albums Babyblues, der tatsächlich Erinnerungen wachruft an Billie Holiday."

Als Tochter eines Ghanaers und einer Deutschen wurde Jennifer Yaa Akoto Kieck von klein auf zur Kosmopolitin erzogen. Geboren in Hamburg, aufgewachsen in Ghana, ist sie - nach Zwischenstopps in Kamerun, Togo und dem Tschad - mittlerweile wieder in Hamburg, Lomé und Paris gelandet, ist sie zu einer Wanderin zwischen den Welten geworden.

Eins ist geblieben: die Liebe zur Musik. Kurz nach ihrer abgeschlossenen Ausbildung zur staatlich geprüften Tanz-Pädagogin, widmete sie sich ganz der Musik und entwickelte sich schnell zur Sängerin Yakoto. Konkret heißt das: weniger Experimente, mehr Konzentration aufs Wesentliche. Kein zwanghaftes Streben nach Innovation, sondern eine Fokussierung auf die Essenz. Kurzum: Effektivität trifft Avantgarde. "Heute geht es mir vor allem darum, mit meinen Songs Geschichten zu erzählen. Deswegen ist der Sound sehr reduziert. Nichts ist zu viel. Ich habe bei dieser Platte sehr darauf geachtet, dass es stets pur bleibt", sagt sie. Im Moment arbeitet Yakoto an ihrem zweiten Album, das im Herbst dieses Jahres erscheinen wird, am Sonntag sorgt sie auf dem Marktplatz für einen fulminanten Abschluss des 18. Crailsheimer Kulturwochenendes.Info Mehr Informationen gibt es unter www.kulturwochenende-crailsheim.de.

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