Von der Weide auf den Tisch

Das marinierte Rindfleisch vom Limpurger Weideochsen, das Barbara Hofmann aus Wittenweiler zubereitet, eignet sich als Vor- oder Hauptspeise.

|
Ein Genuss: Mariniertes Rindfleisch vom Limpurger Weideochsen kommt in Wittenweiler auf den Tisch.  Foto: 

Auf dem Bauernhof der Familie Hofmann in Blaufelden-Wittenweiler findet man die älteste noch lebende Rinderrasse Württembergs, das Limpurger Rind. Die Ochsen wurden schon im 18. Jahrhundert in Hohenlohe gemästet. Das Fleisch der Tiere war hochgeschätzt bis nach Frankreich und in die Schweiz. Auch heute noch genießt es einen ausgezeichneten Ruf und wird gern in der Gourmetküche verwendet.

„Als Weidetiere leben die Ochsen von April bis Oktober draußen. Im Winter werden sie im Stall auf Stroh gehalten“, erklärt Barbara Hofmann (59). Gefüttert werden die Tiere ausschließlich mit Heu und Grassilage. Erst in der Endmast bekommen sie hof­eigenes Getreide und Mineralfutter als zusätzliches Nahrungsangebot. Weideochsen wachsen langsamer und leben länger als Mastbullen. Erst mit 32 Monaten werden sie geschlachtet.

Drei bis vier Weideochsen schlachten die Hofmanns im Jahr und vermarkten das Fleisch direkt. „Ich empfinde es durchaus als Privileg, Lebensmittel selbst herstellen zu können oder zumindest zu wissen, wo sie herkommen“, sagt die Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft, die sich ehrenamtlich im Vorstand des evangelischen Bauernwerks in Württemberg engagiert. Das Stück Rindfleisch, das Barbara Hofmann zum Marinieren gekocht hat, stammt natürlich aus eigener Produktion.

Eingelegt in eine Essig-Kräuter-Marinade, ist das Fleisch eine leckere Vorspeise. Es eignet sich außerdem als Beitrag zum kalten Bufett. Bei den Hofmann-Familientreffen an Weihnachten oder zu Ostern, die stets in großer Runde stattfinden, kommt das marinierte Rindfleisch immer gut an.

Keine lange Vorarbeit nötig

„Das Fleisch kann man sehr gut schon am Vortag einlegen. Dann ist es gut durchgezogen und man hat am Festtag keine Arbeit mehr damit“, verrät Barbara Hofmann. Viel Arbeit macht die Zubereitung ohnehin nicht: Ist das Fleisch erst einmal gekocht, ist die Vorspeise im Nu fertig.

Aus der Vorspeise lässt sich übrigens leicht eine Hauptspeise machen: Wenn man zum marinierten Rindfleisch Ofenkartoffeln und Kräuterquark reicht, macht dieses Gericht richtig schön satt. Und lecker schmeckt es ohnehin. . .

Zutaten: 1 Pfund Rindfleisch (Wade ist gut geeignet). Für die Marinade: 1/8 l Balsamessig, etwas Wasser, Salz, ein Schuss Maggi, etwas Zucker, Öl und frische Kräuter wie Basilikum, Rosmarin, Thymian, Petersilie oder Schnittlauch.

Zubereitung: Das Rindfleisch weich, aber nicht zu weich kochen. Wer zum Kochwasser Zwiebeln, Wurzelgemüse, Salz, Pfeffer und Muskat dazugibt, erhält außerdem eine gute Brühe. Das Fleisch abkühlen lassen, mit der Schneidemaschine in sehr dünne Scheiben schneiden und flach auf eine Platte legen. Balsam­essig, Wasser, die Gewürze und klein gehackten Kräuter zu einer Marinade verrühren. Zum Schluss dann noch etwas Öl dazugeben. Die Marinade über das Fleisch geben und ziehen lassen. Dieses Gericht kann man auch über Nacht stehen lassen.

Zum marinierten Rindfleisch schmeckt frisches Weißbrot oder Baguette. Kombiniert mit Ofenkartoffeln und Kräuterquark wird daraus eine sättigende Hauptspeise. hof

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Themenschwerpunkt

Meine Leibspeise

In den nächsten Wochen stellt das HT die Lieblingsspeisen von Lesern vor. Kochen oder backen Sie gern? Egal, ob typisch hohenlohisch oder international, traditionell oder modern – verraten Sie uns das Rezept Ihres Lieblingsgerichts und zeigen Sie, wie es zubereitet wird. Melden Sie sich: Einfach das Gericht kurz notieren und zusammen mit Ihren Kontaktdaten unter dem Stichwort „Meine Leib­speise“ per Post ans Hohenloher Tagblatt, Ludwigstraße 6-10, 74564 Crailsheim, oder per E-Mail an redaktion.ht@swp.de schicken.

mehr zum Thema

Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Der erste Riese ragt über die Baumwipfel

Das Langenburger Stadtparlament besichtigt die Großbaustelle im Brüchlinger Wald. Ende November sollen alle zwölf Anlagen des Windparks stehen. weiter lesen