Windkraft-Vorranggebiete: Sechs Areale für die Rotoren

Ein Rotmilan und Zugvögel bringen in Rot am See zwei Vorranggebiete für Windräder zu Fall. Damit bleiben in der Kommune noch sechs Areale, auf denen sich künftig die Rotoren drehen können.

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Monteure an einem Windradflügel: Auf sechs Flächen in Rot am See können sich künftig die Rotoren drehen. Der Gemeinderat legte jetzt die Areale fest, die dem Gemeindeverwaltungsverband Brettach/Jagst empfohlen werden.  Foto: 
Die endgültige Entscheidung darüber, welche Gebiete auf den Gemarkungen von Rot am See, Wallhausen und Kirchberg/Jagst als künftige Standorte für Windräder in Frage kommen, fällt allein der Gemeindeverwaltungsverband Brettach/Jagst, der mit Delegierten aus den drei Kommunen besetzt ist.

Die Vorschläge für die Vorranggebiete kommen aber aus den Mitgliedsgemeinden. Das Kommunalparlament von Rot am See erledigte jetzt für seinen „Beritt“ den Feinschliff. Nach der öffentlichen Auslegung der Windkraftpläne steht fest, dass zwei Gebiete nicht dafür geeignet sind, die Kraft des Windes in Strom zu verwandeln: Gestrichen wurde die 21,6 Hektar große Fläche „B“ nordwestlich von Brettheim (dort horstet ein streng geschützter Rotmilan) sowie das 36,1 Hektar umfassende Areal „C“ bei Weikersholz (hier spielten unter anderem die nahen Tauberseen als Rastplatz und ein Korridor für den Vogelzug eine Rolle).

Mithin stehen auf der Gemarkung von Rot am See noch sechs Gebiete für Windräder zur Verfügung. Dabei handelt es sich um folgende Flächen: „A“ zwischen Hausen am Bach und Buch (60,1 Hektar), „“G“ und „F“ zu beiden Seiten der B 290 nördlich von Brettenfeld (mit zusammen 58 Hektar), das Gebiet „H“ westlich von Werdeck (aus Artenschutzgründen und wegen einer Hubschrauber-Tiefflugstrecke von 46,7 auf 29,6 Hektar reduziert) sowie das Areal „D“ (mit 28 Hektar zwischen Kühnhard und Michelbach/Lücke gelegen) nebst dem Gebiet „E“ zwischen Musdorf und Limbach mit einer Größe von 26,8 Hektar – wobei sich hier der Löwenanteil der Fläche auf Wallhausener Gebiet befindet.

Der Gemeinderat stimmte den Gebieten einhellig zu, ebenso wie schon vorher die Ortschaftsräte – mit Ausnahme von Reubach, wo es zwei Gegenstimmen gab.
 
Die Karte zeigt die Vorranggebiete, die auf den Gemarkungen von Rot am See, Kirchberg/Jagst und Wallhausen für den Bau von Windrädern  ausgewiesen werden sollen.

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