Welche Partei passt zu Ihnen?

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Nur noch zwei Tage sind es bis zur Bundestagswahl: letzte Chance, sich noch einmal zu orientieren.  Foto: 

Vor jeder Wahl dieselbe Frage: Wo werde ich mein Kreuz machen? Welche Partei vertritt meine Interessen? Kurz vor der Bundestagswahl am Sonntag gibt es zahlreiche unentschlossene Wähler sowie Erstwähler, die sich noch einmal orientieren möchten.

Zum Beispiel Bianca Uhl aus Crailsheim. „Das ist meine erste Bundestagswahl. Im Vorfeld habe ich mit meinem Vater und anderen Leuten gesprochen und mir meine eigene Meinung gebildet.“ Zusätzlich hat sie den Wahl-o-Mat-Test gemacht, um sicher zu gehen.

Wer sich informieren möchte, welche Partei die eigenen Ansichten am ehesten vertritt, kann Wahlprogramme lesen und Debatten verfolgen – oder einen der zahlreichen Wahlhelfer ausprobieren. Das HT stellt die wichtigsten vor.

Der Klassiker ist der Wahl-o-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung. Ein Team aus Wissenschaftlern, Statistikern, Pädagogen, Jung- und Erstwählern hat zunächst rund 80 bis 100 Thesen erarbeitet, die die wichtigsten Themen aufgreifen. Die wiederum wurden an die Parteien verschickt, die Antworten und Begründungen dazu abgaben. Vor der Veröffentlichung wurden 38 Thesen für den Test ausgewählt. Wer alle Thesen beantwortet hat, kann die Fragen gewichten. Anschließend folgt die Auswertung. Dabei kann man seine eigenen Positionen mit bis zu acht Parteien gleichzeitig vergleichen.

Auswertung: Worte statt Taten

Bei der Auswertung wird aber nur beachtet, was Parteien selbst für die Zukunft formuliert haben, das heißt, was sie tun möchten.

Diese Schwachstelle schließt mit Dein Wal.de ein anderer Wahlhelfer. Hier werden 42 Fragen aus zwölf Themengebieten gestellt. Der Clou: Über diese Fragen wurde in der vergangenen Legislaturperiode im Bundestag abgestimmt. Nun kann man selbst in die Rolle als Abgeordneter schlüpfen und seine Entscheidungen mit denen der Parteien vergleichen. Zusätzlich gibt es zu jeder Frage zahlreiche Informationen. Größter Schwachpunkt der Anwendung: Es sind nur jene Parteien vertreten, die während der letzten Legislaturperiode im Bundestag vertreten waren.

Ähnlich wie der Wahl-o-Mat funktioniert das Wahl-Navi der Mediengruppe RTL. Allerdings gibt es sechs Antwortmöglichkeiten und zusätzliche Fragen zu Parteien und Personen. Die Auswertung ist ähnlich, arbeitet aber mehr mit Grafiken.

Speziell an Erst- und Jungwähler richten sich die Apps „Wahl­Swiper“ und „Meine Erste Wahl“. Nach dem Tinderprinzip kann man die Aussagen, die auf dem Smartphone erscheinen, mit einem Wischen nach links verneinen, nach rechts bejahen.

Helfer für spezielle Gruppen

Wahl-Swiper stellt zusätzlich zu jeder Frage ein kleines Informationsvideo bereit. Am Ende kann man seine Positionen mit denen der Parteien vergleichen. „Meine erste Wahl“ erweitert das Spektrum um Bilder von Politikern und Aussagen während des Wahlkampfs, die man positiv oder negativ bewerten kann. Gleichzeitig vergleicht ein Balkendiagramm sofort die eigenen Positionen mit denen der Parteien.

Außerdem gibt es einige Anwendungen, die sich an bestimmte Gruppen richten oder nur spezielle Themen beinhalten. Der Sozial-o-Mat des deutschen Diakonieverbands umfasst die Themen Familie, Flucht, Armut und Pflege im Alter. Dieser lässt aber deutlich die Handschrift des Verbands erkennen.

Ähnlich aufgebaut ist der Science-o-Mat, der wissenschaftliche Themen beleuchtet. An Landwirte und Menschen mit Interesse an Öko-Themen ist der Agrar-o-Mat gerichtet.

Wahl-o-Mat der bpb: www.wahl-o-mat.de
Dein-Wal: deinwal.de
Wahl-Navi: www.wahlnavi.de
Wahl-Swiper: wahlswiper.de oder als App
Meine erste Wahl: Nur als App verfügbar
Sozial-o-Mat: www.sozial-o-mat.de
Science-o-Mat: science-o-mat.de
Agrar-o-Mat: www.agrarheute.com/agraromat

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