Weich und sanft getönt

Weihnachtslieder aus aller Welt waren am Donnerstagabend in der Johanneskirche zu hören. Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums stimmten die zahlreichen Konzertbesucher wunderbar auf Weihnachten ein.

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Ihr beliebtes Weihnachtskonzert gaben Chor, Orchester und Big Band des Albert-Schweitzer-Gymnasiums am Donnerstag in der Johanneskirche. Foto: Ralf Snurawa

Der kleine Chor des Albert-Schweitzer-Gymnasiums und der von Hildegard Saur einstudierte Chor der Fröbelschule Ellrichshausen eröffneten unter Leitung von Stephanie Mader und auf dem Klavier von Tobias Wolber begleitet das Weihnachtskonzert in der Johanneskirche. Eine ganze Reihe von Weihnachtsliedern hatten sich die jungen Sängerinnen und Sänger vorgenommen, mit denen sie das Publikum in der fast voll besetzten Kirche weihnachtlich einstimmten.

Beschwingt wurde der Liederreigen mit "Merry Christmas" eröffnet, gefolgt von dem etwas mit Percussion angereicherten chilenischen Weihnachtslied "Komm, wir teilen, was wir haben". Triangelklänge leiteten ein paar Lieder später Georg Friedrich Händels "Joy To The World", schön licht gesungen, ein. Schöne Vokalsoli waren zu den einfühlsam vorgetragenen "We Are The World" und "Hark! The Herald Angels Sing" zu erleben.

Danach war die Streicherklasse des Gymnasiums unter Leitung von Beatrice Schächner zu hören. Die noch nicht lange musizierenden Kinder führten auf ihren Violinen und Violoncelli "Twinkle Twinkle Little Star", "Oh Little Town of Bethlehem" und - besonders gekonnt - "Ihr Kinderlein kommet" vor. Eingerahmt wurde der Vortrag von Liedern zum Mitsingen fürs Publikum, die die einzelnen Vortragsabschnitte des Weihnachtskonzerts gliederten: "Tausend Sterne" und "Seht, die gute Zeit ist nah" erklangen zu Beginn zusammen mit Orchester und Orgel, später "Hört, der Engel helle Lieder" und "Wisst ihr noch, wie es geschehen".

Das von Daniela Mang dirigierte Orchester verwies mit den "Hanukkah Favorites" auf das nah an der Weihnachtszeit gefeierte jüdische Lichterfest "Chanukka", das acht Tage lang im November oder Dezember gefeiert wird. Nach dem Entzünden der letzten von neun Kerzen gibt es ebenfalls Geschenke für Kinder, und es werden Lieder gesungen, von denen drei im Weihnachtskonzert am Donnerstagabend instrumental zu hören waren. Irving Berlins "White Christmas" schloss sich an, von den Violinen und Holzbläsern schön sehnsüchtig gespielt.

Daran konnte später die Big Band unter Leitung wieder von Beatrice Schächner anknüpfen, als sie denselben Song weich und rund im Ton intonierte. Lässiger Swing und einfallsreiche kurze Chorusse von Trompete, Altsaxofon oder Posaune bestimmten die Big-Band-Stücke. Das war eingangs so mit dem sich auf Tschaikowskis Ballettmusik beziehenden "Nutcracker Swing" und auch danach zu "Santa Baby" oder dem Weihnachtslied-Medley "Big Band Holiday".

Ein weiterer Höhepunkt waren die Weihnachtslieder von John Rutter, die der von Corinna Just geleitete große Chor zusammen mit dem Eltern-Lehrer-Chor vortrug. Vom Klavier begleitet, war im Kirchenchor zunächst ein aufgewecktes und durch federnde Staccato-Wiedergabe geprägtes "Jesus Child" zu hören sowie ein sanft und weich getöntes "Christmas Lullaby". Süffige Chorklänge bestimmten auf der Empore mit Orgelbegleitung "All Bells In Paradise". Nach wiegendem "Candlelight Carol" wurde das Konzert mit einem strahlend klingenden "O Be Joyful In The Lord" und - als Zugabe - mit dem schön ruhig wiedergegebenen "The Lord Bless You" beschlossen.

Info Eine etwas gekürzte Wiederholung dieses Weihnachtskonzerts findet heute um 19 Uhr in der katholischen Kirche Blaufelden statt.

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