Volksfest, Zebrastreifen und Internet

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Gerhard Neidlein (CDU) wollte wissen, was es mit dem Projekt "Imagefilm für Crailsheim" auf sich habe und warum der Gemeinderat davon nichts wisse. "Der Gemeinderat will keine halbgaren Sachen vorgelegt bekommen", antwortete Oberbürgermeister Rudolf Michl. Die Stadt plane einen Streifen über Crailsheim, um auf Fachkräfte einen guten Eindruck zu machen. Diese nämlich machten heute häufig "an der Stadtgrenze kehrt". Weiter sprach Neidlein den Trend zu immer mehr "kleinen stationären Festen fürs Volk" während des Volksfests an - "besteht nicht die Gefahr, das Volksfest zu zerlegen?" Peter Gansky (BLC) stimmte zu: "Das nimmt echt überhand. Wir haben Schaustellerbetriebe, die leben davon, dass die Leute auf den Festplatz kommen." Michl indes sieht "durchaus einen Vorteil, wenn es sich ein bisschen verteilt".

Jan Zucker (CDU) wies auf das zusammengebrochene Handynetz während des Volksfests hin. "Das ist in der Tat ein wichtiges Problem", sagte der Oberbürgermeister - schließlich geht es um die Sicherheit. Im Verbund mit der Telekom eine Lösung zu finden, sei allerdings ein "schwieriges Unterfangen".

Helga Hartleitner (SPD) fragte nach dem aktuellen Stand in Sachen Zebrastreifen am Kindergarten Parkstraße. Dieser sollte ursprünglich wegen eines neuen Überwegs in unmittelbarer Nähe weichen, was im Gemeinderat Protest hervorrief (das HT berichtete). "Der Zebrastreifen bleibt", stellte Baubürgermeister Herbert Holl jetzt klar.

Werner Ehrmann-Krauß (SPD) erkundigte sich in Sachen Radweg Ingersheim-Altenmünster. "Die Querung Richtung Onolzheim ist nicht ganz ungefährlich", sagte er und wollte wissen, ob es nicht möglich sei, ein Warnschild "Radler queren" aufzustellen. "Die Situation kenne ich sehr gut. Wir werden das noch einmal bei der Verkehrsbehörde ansprechen", sagte Holl zu.

Dennis Arendt (SPD) wollte wissen, wann mit einem frei zugänglichen WLAN-Netz in der Stadt zu rechnen sei. Michl: "Das wird demnächst kommen." Der Oberbürgermeister wies aber darauf hin, dass das nicht von allen begrüßt werde. "Es gibt durchaus eine Menge, die eine Empfindlichkeit in Bezug auf elektromagnetische Strahlen haben." Arendt, ehemaliger Vorsitzender des Jugendgemeinderats, hatte noch weitere Punkte auf seiner digitalen Agenda: einen Auftritt der Stadt in den sozialen Medien, die Optimierung der Homepage für mobile Endgeräte, die Übertragung von Gemeinderatssitzungen ins Netz und digitale Sitzungsvorlagen. Ergebnis: All das wird wohl noch eine Weile auf sich warten lassen.

Hermann Wagner (AWV) fragte, ob die Stadt sich um eine Fernbushaltestelle bemüht habe. Michl antwortete, ein solches Bemühen sei "in der Tat zwiespältig" zu sehen - schließlich gelte es, den Bahnstandort Crailsheim zu stärken.

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