Verzicht auf Windkraft-Vorranggebiet im Schäferwald überrascht

Dass der Schäferwald windradfrei bleibt, ist nicht den Protesten, sonderm dem Naturschutz geschuldet. Ohne private Greifvögel-Beobachtungen wäre das Areal aber wohl weniger gründlich untersucht worden.

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Monatelang wurden Flächen unter die Lupe genommen. es wurde über Abstände gestritten, es gab Info-Abende für die Bürger und interessierte Investoren stellten Pläne für einen künftigen Windpark vor. Viele Arbeitsstunden und auch viel Aufregung flossen in das Projekt. Seit Jahresbeginn war es ruhiger geworden um das geplante Vorranggebiet im Schäferwald zwischen Vorder- und Hinteruhlberg in der Gemeinde Frankenhardt. Der Grund: Die Verwaltungsgemeinschaft Crailsheim (VVG) hatte ein Artenschutzgutachten in Auftrag gegeben, das die Vorkommen seltener Greifvogelarten überprüfen sollte. Bis zum Ende der Untersuchung sollte das Verfahren ruhen.

Die Pressekonferenz der VVG mit der Nachricht, dass die Vorrangfläche im Schäferwald gestrichen werden soll, kam daher für viele überraschend. Auch für die Bürger, die sich in der „Interessengemeinschaft Uhlberg und Umgebung“ zusammengeschlossen haben, um den Bau eines Windparks vor ihrer Haustür zu verhindern. Sie treffen sich morgen, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

„Der Grund für die Streichung der Fläche ist ein Zwischenbericht des Büros Gekoplan, von dem das Gutachten erstellt wird“, erklärt der Frankenhardter Bürgermeister Jörg Schmidt auf HT-Anfrage. In diesem Bericht tauchen ein äußerst seltener Wespenbussard und 22 weitere streng geschützte Greifvögel auf.

Die VVG wartete nach diesen Informationen nicht auf den Abschlussbericht, sondern handelte sofort. Mit der Streichung der Waldfläche , die nach der Sommerpause beschlossen werden soll, kommt die VVG dem Regionalverband zuvor, der Ende Juli tagt und den Schäferwald ebenfalls streichen will.

„Die VVG Crailsheim hat ein objektives Verfahren durchgeführt“, betont Jörg Schmidt. „Die in der Auslegungsphase eingegangenen Stellungnahmen wurden sorgfältig bearbeitet. Daraufhin wurde das Artenschutzgutachten in Auftrag gegeben. Dieses wiederum ist Grundlage für die jetzige Entwicklung.“

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