Umzug des Klinikums Crailsheim in den Neubau beginnt am Montag

Jetzt geht es los: Ab Montag zieht Abteilung für Abteilung des Klinikums Crailsheim in den Neubau ein. Eine Woche dauert der Umzug. Am Freitag werden die Patienten ins neue Gebäude gebracht.

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  • Beim Krankenhausumzug müssen alle mit anpacken: In der Radiologie im Altbau füllt die medizinische Fachangestellte Tina Schmelzer Karton um Karton. 70 Stück warten schon auf den Transport. 1/2
    Beim Krankenhausumzug müssen alle mit anpacken: In der Radiologie im Altbau füllt die medizinische Fachangestellte Tina Schmelzer Karton um Karton. 70 Stück warten schon auf den Transport. Foto: 
  • Im Neubau räumt Laborleiterin Christiane Schulz die ersten Aktenordner in die Schränke. Das Labormaterial kommt als nächstes an die Reihe.  2/2
    Im Neubau räumt Laborleiterin Christiane Schulz die ersten Aktenordner in die Schränke. Das Labormaterial kommt als nächstes an die Reihe.  Foto: 
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Der Umzug vom alten ins neue Krankenhaus ist ein Großprojekt. „Seit einem Jahr wird geplant, damit  der Umzug reibungslos über die Bühne geht“, erklärt Thomas Grumann, Klinischer Direktor des Klinikums Crailsheim. Rund 25 vorbereitende Sitzungen mit Fachingenieuren, Architekten, Bauleitern und Medizintechnikplanern wurden abgehalten. Darin wurden verschiedene Szenarien durchgespielt. Alles mit dem einen Ziel, am Freitag den Altbau zu verlassen und den Neubau in Betrieb zu nehmen, ohne dass der Krankenhausbetrieb zum Erliegen kommt.

Herausforderung für das gesamte Haus

Jeder der 450 Krankenhaus-Mitarbeiter ist gefordert. Zurzeit gibt es eine Urlaubssperre, in der Umzugsphase werden Sonderschichten gefahren. Nicht nur die Geräte in den Operationssälen oder in der Radiologie muss das Personal bedienen können, sondern auch die Licht- und Telefonanlage und die Terminals an den Patientenbetten. „Es ist eine Herausforderung für das gesamte Haus. Es gibt viel Neues zu lernen – und das obwohl die normale Arbeit natürlich weiterläuft“, so Grumann.

Am Montag beginnt die Umzugswoche mit dem Güterumzug. Zug um Zug wandern die Sekretariate und Arztzimmer in den Neubau. Es folgen Labor, Radiologie, Endoskopie, OP und Sterilgutabteilung. Ab Mittwoch werden keine geplanten Operationen mehr durchgeführt. Grumann: „Wir sind trotzdem die ganze Zeit über einsatzbereit: Notfälle werden immer versorgt.“ Einzige Ausnahme sind Schwerstverletzte. Sie werden während der Umzugsphase vom Rettungsdienst in andere Krankenhäuser gebracht.

Der letzte Umzugstag wird der spannendste: Am Freitag werden die Patienten, begleitet von Ärzten, Krankenpflegern und zehn Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in den Neubau gebracht.

Nach dem Patientenumzugstag am Freitag startet am Dienstag, 21. Juni, der Regelbetrieb. Dann können alle erst einmal durchatmen. Auch Grumann, der in seiner Funktion des Klinischen Direktors schon mehrere Inbetriebnahmen von medizinischen Abteilungen gemeistert hat.

Der Umzug eines kompletten Krankenhauses ist aber auch für ihn Neuland.
 

Viel Neues im Neubau

Nicht nur das Gebäude ist neu, auch im Inneren gibt es zahlreiche Neuerungen. Die vier integrierten Operationssäle (im Altbau gab es drei OP’s), sind mit modernster Medizintechnik ausgestattet. Künftig können hier auch ambulante Augen-Operationen durchgeführt werden. In der Radiologie gibt es moderne digitale Computertomografie- (CT) und Magnetresonanztomografiegeräte (MRT) sowie eine neue Angiografieanlage. Die Intensivstation wird um eine Überwachungsstation (Intermediate-Care-Einheit) erweitert.

Im neuen Krankenhaus gibt es nur noch Zweibettzimmer als Regelleistung. Darüber hinaus werden Wahlleistungszimmer mit gehobener Ausstattung und besonderem Service angeboten.

HOF

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