Technisches Hilfswerk erntet viel Lob von Hohenloher Politikern

Die Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW) wirken oft im Verborgenen. Auf dem Neujahrsempfang der Organisation bedankten sich Hohenloher Politiker für den Einsatz der stillen Helfer.

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Der Ortsbeauftragte des THW in Crailsheim, Bernd Volkert.  Foto: 

Obwohl die Hilfe des THW das ganze Jahr hindurch in Anspruch genommen wird, hört die Öffentlichkeit nur sehr selten von der Arbeit der Ehrenamtlichen. Sie helfen nach Unfällen, sind bei der Vermisstensuche im Einsatz - und sie stellen der Stadt Crailsheim beim Fränkischen Volksfest ihre Beleuchtungsanlage für die Flucht- und Rettungswege zur Verfügung.

Crailsheims Oberbürgermeister Rudolf Michl nutzte beim Neujahrsempfang der THW-Ortsverbände der Landkreise Schwäbisch Hall und Hohenlohe die Gelegenheit, um seine Wertschätzung auszudrücken: "Ein dickes Dankeschön für die gute Zusammenarbeit."

Neben Michl war beinahe die gesamte politische Elite Hohenlohes auf dem Neujahrsempfang anzutreffen. Während sich der SPD-Landtagsabgeordnete Nikolaos Sakellariou und sein Amtskollege von der FDP Friedrich Bullinger als Gäste auf der Feier eingefunden hatten, richteten andere das Wort an die THW-Mitglieder: Die SPD-Bundestagsabgeordnete Annette Sawade lobte das THW dafür, dass es bei der Flüchtlingsunterbringung "Zelte statt Zäune" baue. Der CDU-Landtagsabgeordnete Arnulf von Eyb wünschte sich indes, als Politiker von dem Ansehen der Ehrenamtlichen in den blauen Uniformen ein Stück abzubekommen.

Der Bundestagsabgeordnete der Grünen Harald Ebner zeigte sich vor allem beeindruckt davon, mit welcher Professionalität das THW bei der Umweltkatastrophe in der Jagst vorgegangen ist. "Da habe ich eines gelernt: 20 Pumpen der Feuerwehr sind locker durch eine vom THW zu ersetzen", sagte er. Mit 47 Ortsverbänden und 19 Pumpen war das THW im Einsatz, um zu retten, was zu retten war. Allerdings erst nach zwei Tagen: "Da musste sich erst ein Krisenstab gründen, bevor man die super Pumpenleistung nutzen konnte." Er wünsche sich, dass das THW niederschwelliger zum Einsatz komme.

"Wir sind so eine Stelle, die das THW anfordert", erwiderte der Leiter der Verkehrspolizei Kirchberg, Ottmar Kroll, auf Ebners Kritik und berichtete von einigen Einsätzen, die die Polizei im vergangenen Jahr mithilfe des THW durchgeführt hat - darunter die Bergung von japanischem Bier auf der Autobahn bei Bretzfeld. Im Hinblick auf die Katastrophenhilfe der Bundesanstalt im Ausland dichtete Kroll das Akronym THW in "Tolle Hilfe weltweit" um.

Das THW selbst sehe sich als Dienstleister für seine Einsatzpartner, sagte der Ortsbeauftragte des THW in Crailsheim, Bernd Volkert, bei seiner Ansprache. "Einer alleine kann kein Dach tragen", zitierte er ein afrikanisches Sprichwort. Und er versprach, dass die Ortsverbände der beiden Landkreise auch in Zukunft bereit seien, "alles mögliche zu unternehmen, um unseren Auftrag zu erfüllen".

Zum Schluss wurde Walter Dierolf für seine 40-jährige Mitgliedschaft beim THW geehrt. Zudem erhielt der Leiter der Justizvollzugsanstalt in Schwäbisch Hall, Mathias Rössler, die Auszeichnung für ehrenamtsfreundliche Arbeitgeber.

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