Sulzdorfer trickst bei Stefan Raab

Er zaubert seit seinem elften Lebensjahr und war schon in den USA, wo er dem bekanntesten Magier weltweit seine Tricks vorgeführt hat – Alexander Straub aus Sulzdorf. Letzte Woche war er bei „TV Total“.

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    Alexander Straub tritt bei "TV total" bei Stefan Raab auf. Foto: 
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    Sie verstehen sich prächtig: Alexander Straub im Gespräch mit dem TV-Moderator Stefan Raab. Foto: 
  • Weil Karten günstig zu erwerben sind und man viel mit ihnen machen kann, hat sich Nachwuchsmagier Alexander Straub (17) aus Sulzdorf auf Kartentricks spezialisiert. Damit hat er sogar schon David Copperfield beeindruckt. 3/3
    Weil Karten günstig zu erwerben sind und man viel mit ihnen machen kann, hat sich Nachwuchsmagier Alexander Straub (17) aus Sulzdorf auf Kartentricks spezialisiert. Damit hat er sogar schon David Copperfield beeindruckt. Foto: 
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„Es ging alles sehr schnell – zwischen der ersten E-Mail und dem Auftritt ist gerade mal eine Woche vergangen“, erzählt Alexander Straub aus Sulzdorf von der Einladung in die Fernsehsendung „TV Total“ mit Pro-Sieben-Hansdampf Stefan Raab. Aber wie ist der Entertainer auf den 17-Jährigen aufmerksam geworden?

Seit seinem elften Lebensjahr fühlt sich Alexander Straub in der Welt der Magie und Illusionen zu Hause. „Ich bin damals von Ilshofen nach Sulzdorf gezogen und habe mich anfangs etwas schwergetan, in der Schule Anschluss zu finden“, erinnert sich der Gymnasiast.

Da bekam er einen Zauberkasten geschenkt und fing an, Tricks auszuprobieren und zu erlernen. „Irgendwann hat eine Klasse in meiner Schule eine Talentshow organisiert“, sagt Alexander, „und ich wurde dazu gedrängt, mitzumachen.“ Das Ende vom Lied sei gewesen, dass der Schüler ins Finale gekommen ist und haushoch gewonnen hat. Von da an wurde die Beschäftigung mit der Zauberei zum Selbstläufer. „Ich bekam Anfragen über Anfragen“, erzählt der Zwölftklässler. Irgendwann spezialisierte sich Alexander auf Kartentricks – eine Kunst, die in Deutschland selten ist. „Karten sind günstig und man kann viel damit machen“, beantwortet der sympathische Nachwuchsmagier die Frage, warum er gerade diese Kunst gewählt hat, pragmatisch.

Seine Tricks kamen gut an – zuerst zauberte er auf Kindergeburtstagen oder auch in der Bausparkasse. Doch dann beschloss er, als er 2011 mit der Realschule fertig war, in den Sommerferien nach Las Vegas zu fliegen, um dort einen Freund zu besuchen. „Ich habe zwei Wochen bei seiner Familie gewohnt und durch ihn viele interessante Leute kennengelernt“, erinnert sich Alexander. Unter ihnen war David Copperfield – Urgestein der Magierwelt. „Er ist mein Idol“, schwärmt der 17-Jährige. „Und ich hatte die Ehre, ihm meine Kartentricks zu zeigen.“ Copperfield sei hingerissen gewesen vom Talent des jungen Deutschen, was diesem natürlich sehr geschmeichelt hat.

Dennoch ist Alexander, der Einzelkind ist, auf dem Boden geblieben und bildet sich nichts auf seinen – mittlerweile sogar internationalen – Ruhm ein. Auch jetzt nicht, nachdem er Gast bei „TV Total“ gewesen ist. Raab sei durch Videos, die es von Alexander im Internet gibt, sowie über die Kommunikationsplattform Twitter auf den 17-Jährigen aufmerksam geworden. Dessen Reaktion auf die Einladung: Fassungslosigkeit.

„Ich war furchtbar nervös“, beschreibt der Nachwuchsmagier, der die 12. Klasse des Ernährungswissenschaftlichen Gymnasiums in Hall besucht, seinen Gemütszustand während der Show. Dennoch sei sein Auftritt planmäßig verlaufen, sagt der 17-Jährige. Allerdings musste sein letzter Trick aus Zeitgründen rausgeschnitten werden. Alexander nimmt’s gelassen. Und welchen Eindruck hat er von Stefan Raab? „Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass er und ich uns vom Charakter her sehr ähnlich sind“, resümiert der Sulzdorfer. „Und als ich mir die Sendung im Fernsehen angeschaut habe, war ich erstaunt, wie souverän ich gewirkt habe.“

An seiner Schule hätten viele gar nicht gewusst, dass Alexander zu Gast bei „TV Total“ gewesen ist. Deshalb war die Überraschung groß, als sie ihn im Fernsehen sahen. „Natürlich waren sie stolz, dass ich auf ihre Schule gehe“, so Alexander.

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