Sport, Bibelarbeit und viel Ehrenamt

Wenn sich gläubige Jugendliche aus dem nördlichen Altkreis Crailsheim in den Sommerferien treffen, dann meist auf der Teenie-Freizeit.

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  • In Wassertrüdingen erlebten die Jugendlichen bei der AJC-Freizeit unbeschwerte und abwechslungsreiche Tage.  1/2
    In Wassertrüdingen erlebten die Jugendlichen bei der AJC-Freizeit unbeschwerte und abwechslungsreiche Tage. Foto: 
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    Geländespiel: Im Vollsprint durch den Wald Foto: 
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Im nördlichen Altkreis Crailsheim sind sie ein beliebter Teil der Ferien: die Freizeiten der Aktiven Jungen Christen (AJC). Neben der Jungscharfreizeit für Kinder bis 13 Jahre gibt es auch die Teenie-Freizeit von 13 bis 17 Jahren. Beide Angebote stehen immer im Zeichen eines biblischen Themas, das von den Teilnehmern spielerisch und in Seminaren aufbereitet wird. Die Teenie-Freizeit ging kürzlich in der Oberaumühle bei Wassertrüdingen über die Bühne.

Eine Besonderheit der Freizeit: Ein Teil der Jugendlichen reist mit dem Fahrrad an – ein sportlicher Auftakt für die kommenden zehn Tage auf dem Zeltplatz.

Janis Rausch ist sozusagen ein „Veteran“ der AJC-Freizeiten. Der 24-Jährige aus Hausen am Bach ist schon seit zehn Jahren mit dabei: erst als Teilnehmer, dann als Mitarbeiter, jetzt zum zweiten Mal als Hauptverantwortlicher. „40 Mitarbeiter sind wir dieses Jahr. Wir alle machen das ehrenamtlich, viele zahlen sogar einen Mitarbeiterbeitrag“, sagt Rausch. „Die meisten sind wie ich ehemalige Teilnehmer, denen sehr viel an den Freizeiten liegt.“ Für sie gehören die AJC-Zeltlager schlichtweg zum Sommer.

Janis Rausch hat auch das Motto dieses Jahres („Taste & See“) ausgesucht. „Es ist am Psalm 34 orientiert, in dem es heißt, man solle die Güte Gottes schmecken und sehen. Wir bieten zu den religiösen Themen auch Seminare an, in denen man sich mit verschiedensten Themen auseinandersetzen kann, seien diese nun Glaube, Zweifel oder Beziehungen – sowohl zu Gott als auch zu anderen Menschen.“ Und, das betont Rausch, es steht jedem offen, ob und an welchem Seminar er teilnimmt.

Begehrte Lagerflagge

Überhaupt schwankt man bei der Teenie-Freizeit immer ein bisschen zwischen Ordnung und Chaos. Zwar gibt es einen gut gefüllten Zeitplan, wie der aber im Detail aussieht, hängt nicht nur von den Mitarbeitern, sondern auch von den Teilnehmern ab.

Auf eine Sache sind gerade die Jungs natürlich jedes Jahr erpicht: Zur dunkelsten Stunde der Nacht schleichen sich dann meist einige finstere Gestalten in das Lager. Wenn alles klappt, dann kommen sie fast ungesehen in die Nähe des Fahnenmastes. Wenn nicht, dann wird Lärm geschlagen – und zwar richtig. Der Nachtwache obliegt es nämlich, die anderen Zeltgruppen zu wecken. Anschließend beginnt der (sanfte) Kampf um die Lagerflagge.

Das Programm ist generell sehr vielfältig: Es gibt einen Mottoabend, bei dem man sich dieses Jahr als Disney-Charaktere verkleidete, es gibt das Geländespiel, bei dem mehrere Gruppen im Wald um den Sieg ringen, es gibt verschiedene Projekte, an denen man sich beteiligen kann. Bei fast allen Teilnehmern steht aber auch der christliche Glaube dahinter.

Die Mitarbeiter der Freizeit bekommen für das breite Spektrum ihrer Angebote auch viel Lob von den Teilnehmern:  Jan Karmann aus Hausen am Bach kennt beide Seiten. Der 16-jährige Azubi ist zum dritten Mal bei der Teenie-Freizeit dabei – und dieses Jahr auch zum zweiten Mal als Mitarbeiter bei der Jungscharfreizeit.

„Man muss den Hut ziehen“

„Die Freizeiten machen mir, egal ob als Mitarbeiter oder Teilnehmer, immer einen riesigen Spaß, sie sind aber auch anstrengend“, sagt Jan Karmann, und fährt grinsend fort: „Bei der Teenie-Freizeit muss man wirklich den Hut vor den Mitarbeitern ziehen, dass die das alles mitmachen – gerade bei Jugendlichen in unserem Alter.“

Was bei allen Teilnehmern durchklingt, ist die Begeisterung für das gemischte Programm: Glaubensthemen, sportliche Aktivitäten und dazu eine Kombination aus absolutem Spaß und geistigem Tiefgang. Das alles verbindet sie und lässt sie Jahr für Jahr zurückkommen – erst als Teilnehmer, dann als Mitarbeiter.

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