SPD hat Vertröstungen in Sachen Bahnhof satt

Der Crailsheimer SPD ist in Sachen Bahnhof der Geduldsfaden gerissen. Sie kritisiert die Bahn und die hiesigen Landtagsabgeordneten.

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„Was muss passieren, damit endlich was passiert in Sachen Crailsheimer Bahnhof? Auf diese von ihr in einer Pressemitteilung gestellte Frage gibt die SPD-Gemeinderatsfraktion die Antwort gleich selbst: Bahn und Landtagsabgeordnete müssten endlich handeln.

Vor dem von der Stadtverwaltung für Herbst angekündigten Bahn-Gipfel in Crailsheim beziehen die Sozialdemokraten im Stadtparlament noch einmal Position – und machen aus ihrem Ärger darüber, dass die Eisenbahnstadt Crailsheim bis heute nur einen provisorischen Bahnhof besitzt, keinen Hehl. „Es wird Zeit, dass die Vertröstungen ein Ende haben“, wird in der Pressemitteilung betont. Die Bahn müsse nun endlich handeln und für Verbesserungen sorgen. Diesbezüglich stehen bei der SPD die Themen Aufzüge zu den Gleisen 3 und 4 und jederzeit zugängliche Toiletten ganz oben auf der Agenda.

Taten fordern die Crailsheimer Sozialdemokraten auch von den hiesigen Landtagsabgeordneten – „ob in Regierungsverantwortung oder nicht.“ Der östliche Teil des Landkreises „mit dem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt Crailsheim darf nicht weiterhin stiefmütterlich behandelt werden“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Parlamentarier werden aufgefordert, „sich nachhaltig für die Crailsheimer Belange einzusetzen und ihr Tun transparent zu machen.“

Auch die Verlängerung der Unterführung zum Alten Postweg, die eine weitere Verbindung zwischen Ost- und Weststadt wäre, ist für die SPD-Fraktion von großer Bedeutung. In diesem Zusammenhang wird auf das brachliegende Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes verwiesen. Es biete ein großes Potenzial für die Weiterentwicklung der Stadt. Der Konzernbevollmächtigte der Bahn für Baden-Württemberg wird aufgefordert, seine Vorstellungen für dieses Gelände offenzulegen. Sven Hantel hat Oberbürgermeister Rudolf Michl angeboten, einen Bahn-Gipfel in Crailsheim zu orga- nisieren.

Aber auch die Crailsheimer Stadtverwaltung wird angesprochen. In der Pressemitteilung wird darauf verwiesen, dass SPD-Stadtrat Dennis Arendt unlängst aufgezeigt hat, wie die Stadt Tübingen es geschafft hat, Gelände von der Bahn zu bekommen. „In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie das Tübinger Vorgehen ein Vorbild für die Stadt Crailsheim sein könnte“, wird in der SPD-Mitteilung gefragt. Allerdings hat die Stadtverwaltung schon im Juli dem Gemeinderat mitgeteilt, dass die Situation in Tübingen nicht mit der in Crailsheim vergleichbar sei.

Einig ist sich die Verwaltung mit der SPD-Fraktion darin, dass der Crailsheimer Bahnhof „überregionale Bedeutung“ hat. Deshalb möchte Oberbürgermeister Michl beim bevorstehenden Bahn-Gipfel auf jeden Fall über folgende Themen sprechen: Durchstich zum Alten Postweg, Barrierefreiheit und Entwicklung Bahnhofsgebäude. Auf der Agenda stünde, teilte er schon vor Wochen den Stadträten mit, aber auch die Frage, wie es mit für die Stadt interessanten brachliegenden Flächen weitergeht, die noch im Besitz von Bahn-Tochterunternehmen sind.

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